Die Aquarell-Malerei: Beschreibung, Anleitungen, Künstler-Farben, Pinsel, Papiersorten,, u.a.

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Aquarell : Alles über die Aquarell-Maltechnik 
Was braucht man für den Anfang ? 
Welche Vorteile hat Aquarell-Farbe ?:
Was ist Aquarelll-Farbe ?:
Worauf kann man malen ?
Pinsel, Pinselpflege
Anfänger  ? "Umsteiger"  (Öl) ?
Einsteiger-Paket
©  Copyright: Texte und  Bilder ©
Was braucht man für den Anfang ?
Für den Anfang bracht man nicht unbedingt teure Spezialpapiere und auch kein besonderes Spezialwerkzeug. Ich empfehle eine gute aber preiswerte Ausstattung, die man auch für andere Techniken verwenden kann.
Tuben-Farbe, z.B. 12 verschiedene Farben, 
Zeichenkarton, multifunktional, zunächst DIN A4, 190 g/qm, alterungsbeständig, holzfrei, säurefrei weiß, geeignet für : Aquarellstifte, Acryl, Basteln, Bister, Bleistift, Collagen, Embossing, Fotokarton, Gouache, Graphit, Kohle, Kreide, Pastell, Zeichnen usw.
Bütten-Aquarellpapier u. -spezialkartons, zunächst ca. DIN A4, z.B. 12 verschiedene verschiedene Sorten, Gewichte und Strukturen. 
Studien-Aquarellpinsel,  rund, Größe 2,4,6,10, Ponyhaar
einen Haushalts-Teller aus Porzellan, weiß (Mischpalette)

Tuben-Aquarellfarbe - Porzellanteller als Palette ?:
Als Anfänger scheut man sich davor, die Farben in einem Aquarell-Farbkasten untereinander so wild zu vermischen, wie es "richtige" Künstler machen.! Gibt man die Tubenfarbe jedoch in kleinen Mengen auf einen kleinen weißen Teller aus Porzellan, so hebt sich die Farbe gut vom Weiß ab und man sieht beim Mischen sofort, welche Farbe entsteht. Auch die Farbmenge läßt sich so recht gut einschätzen und so ist man mit einiger Erfahrung in der Lage, den gewünschen Farton auch wieder nachzumischen (Farbtafeln anfertigen und Farbtöne und Mischungsverhältnis notieren !).Ist man mit Malen fertig, trocknet die Farbe ein und beim nächsten Malen wird die Farbe wieder mit dem Pinsel aufgelöst. So geht keine Farbe verloren und das Anmischen von Farben wird so zu einer wahren Freude ! Mit einem Sortiment von 2 oder 3 Tellern mit unterschiedlichen Farbsortierungen (Porträt, Landschaft usw.)


"Wasserfarbe" ? - Schul-Deckfarbe?  - "echte" Aquarellfarbe ?.
Den Begiff "Wasserfarbe" sollte man möglichst nicht gebrauchen, da er sehr unterschiedliche verstanden wird. Die einen meinen damit die normalen "Schul-Deckfarben"n, andere "echten Aquarellfarben", die andern meinen "wasserlösliche" Farben und wieder andere benutzen das Wort als Sammelbezeichnung für alle man mit Wasser anrühren kann, die jedoch meist schon andere greifbare Namen haben. (Acrylfarbe, Deckfarbe, Dispersionsfarbe, Gouasche, Tempera usw.)
(Schul-)Deckfarben, sind wie auch die Aquarell-Farben  "wasserlösliche" Farben, aber m  Gegensatz  zur Deckfarbe liefert die "echte Aquarellfarbe" schöne, zarte, durchscheinende Farbschichten, was den besonderen Reiz dieser  Farben ausmacht.

Aquarell-Farben:
Es gibt Aquarellfarben als in Tuben, Gläsern und Döschen, als "feste"  Farbe in kleinen rechteckigen oder Näpfchen bzw. Schächen oder als Holzstifte mit einer Farbmine Aquarell-Stifte und !Aqua-Ölstifte".
Aquarellfarben sind speziell für die Aquarellmalerei hergestellte Farben. Sie bestehen auch vielen verschiedenen Inhaltsstoffen, die Qualität, die Gebrauchsfähigkeit, die Farbintensität, die Fließeigenschaften, die Lichtbeständigkeit, Alterungsbeständigkeit und damit auch den Preis bestimmen.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind : ein möglichst hoher Anteil an Fabpigmenten, Bindemittel, Glycerin, Saft des Tragant-Strauches, Gummi arabicum, Honig, Geruchsstoffe. Die Zusammensetzung ist jedoch bei jedem Hersteller eine Art Markenzeichen und Betriebsgeheimnis. Es lohnt sich nicht, Aquarellfarben selbst herstellen zu wollen, da es ganz hervorragende fertige Produkte gibt, die eine lange Erfahrung in der Herstellung aufweisen, wie z.B. die englischen Farben. So stellte die wohl rennomierteste Firma REEVES schon im Jahre 1786 Aquarellfarben her.
Aqua-Acrylfarben:
Das höchste Maß aller Dinge sind jedoch die Aqua-Acrylfarben, die eine zeitgemäße Kombination mit anderen Techniken erlauben. (Acryl, Stukturpasten, Verünnungsmittel, Verdickungsmittel, Mattierungsmittel, Glanzmittel, Glitter).

Empfohlene Papiere:
Für den Anfang: Zeichenkarton 250 g/qm, bedingt wasserfest (Multifunktions-Zeichenkarton).
Bütten-Aquarellpapier und Spezial-AquarellKkarton, Reispapier, Struktur-Papiere, Tonkarton u.a.
Preis und Qualität von Aquarellfarben:
Die Qualität und Gebrachsfähigkeit und Preise von Aquarellfarben sind sehr unterschiedlich. Für erste Farb-Studien reichen Schul-Deckfarben. Um jedoch den ganz besonderen Effekt der Aquarelle wirken zu lassen braucht man gute, hochwertige Aquarellfarben.



Aquarell-Stifte:
Es gibt Aquarell-Farben auch in Form von Stiften. Das sind besondere Buntstifte aus Holz mit einem Farbkern . Mit diesen Farben lassen sich Striche und Konturen zeichnen, aber auch ganze Flächen mit Farbe anlegen. Der besondere Effekt besteht darin, daß man anschließend diese Flächen und Konturen ganz oder teilweise mit Wasser  verwischen kann. Dadurch kann man besondere gestalterische Wirkungen erzielen. Im Gegensatz dazu sind normale Buntstifte zwar auch wasserlöslich, verschmieren oder "krümeln" jedoch beim Versuch, die Farbschichten mit Wasser zu behandeln.
Empfohlene Papiere: Für den Anfang: Multifunktions-Zeichenkarton, reinweiß, z.B. 250 g/qm, später Bütten-Aquarellpapier und Spezial-AquarellKkarton, Struktur-Papiere, Tonkarton. 

Aqua-Acrylfarben - zum Malen und kreativen Gestalten:
Das höchste Maß aller Dinge sind jedoch die Aqua-Acrylfarben, die eine zeitgemäße Kombination mit vielfältigen Techniken und Materialien erlauben. (Acryl, Stukturpasten, Verünnungsmittel, Verdickungsmittel, Mattierungsmittel, Glanzmittel, Glitter, Trockenblumen, ).
Empfohlene Papiere:
Bütten-Aquarellpapier und Spezial-AquarellKkarton, Struktur-Papiere, Tonkarton. 

Für das Experimentieren:
2-Seiten-Papier, DIN A4
Reispapier, DIN A4
Chinapinsel, besonders aufnahmefähiges Ziegenhaar, Bambusschaft 5, 8, 12
Studien-Aquarellpinsel, rund, Größen: 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12  z.B. aus hochwertigem Ponyhaar möglichst mit mit nahtloser Metallzwinge, z.B. Fabr. TOSH
Kunstdruckpapier, DIN A4, verschiedene. Farben
Geschenkkarten-Karton
Geschenkkarten-Karton:
Das sind vorgefertigte, gefaltete reinweiße Kartons in Postkarten- oder Briefumschlag-Format A6, C6 oder größer. Auf diese Kartons kann man direkt Zeichnen, Skizzieren oder Malen. Es lassen sich darauf aber auch verschiedene Drucktechniken die Embossing- oder Collagentechniken (z.B.Trockenblumen) ausführen oder man kann kleine fertige Aquarelle, Bilder, Fotos usw. darauf befestigen. 

Nach dem Urlaub: Malen aus der "Kraft der Erinnerung" und Phantasie:
Gerade wenn Sie aus einem Urlaub zurückkehren, haben Sie noch sehr intensive Eindrücke, die eine sehr starke "kreative Kraft" in sich bergen. Diese Kreativität sollten Sie nutzen und weiterentwickeln.
"Malvorlagen" - nur eine Anregung zur kreativen Entwicklung !:
Man sollte von Anfang an versuchen, möglichst ohne Malvorlagen auszukommen. Aber hin und wieder kann es recht hilfreich sein, wenn man für den Entwurf und für die Bildaufteilung und für Farbstudien auf farbige Vorlagen oder auf  "leere" Linien-Zeichnungen zurückgreifen kann. Das können Bleistiftzeichnungen, Federzeichnungen oder "schattierte Vorlagen" sein. Mit schattierten Vorlagen meine ich ursprünglich bunte Aquarelle und andere Maltechniken, die mit feinen Graustufen Kopiert  wurden. Für die Farbstudien sind auch farbige Kopien als Vorlagen hilfreich.
Idee, Komposition, erster Entwurf:
Der Farb-Entwurf:
Skizzieren, Vorzeichnen - mit hellster Farbe !
Ich male bei der Aquarellmalerei nur sehr selten vor, sondern gehe direkt in die Farbe. Es empfiehlt sich aber, gerade bei Zeichnungen, die eine klare Bildaufteilung benötigen, mit einem sehr, sehr dünnen (wässrigen) Grau, einem hellem Blau oder mit einem sabften Gelb die wichtigsten Konturen vorzugeben.
Skizzieren lernen ist unerläßlich !:
Ganz gleich, mit welcher Art von darstellender oder bildender Kunst beschäftigen: Das ständige Üben, Skizzieren und  Entwerfen ist einfach unerläßlich. Die lockere Führung des Pinsels muß ständig geübtwerden, damit die Striche fließend und locker bleiben.
Idee - Komposition - Farb-Entwurf - fertiges Bild: Ein kreativer Proßeß !

Malen Sie nie direkt von einem Foto oder fertigen Bild ab !



Das "Besondere" an der Aquarell-Malerei:
Die Aquarelltechnik zeichnet sich dadurch aus, daß feine, dünne, fast durchscheinend wirkende Farbschichten übereinander gelegt werden. Dieses geschieht durch das Auftragen von wäßrigen Lasuren, die nach dem Trocknen über die vorherige
Farbschicht deckungsgleich oder überlappend aufgetragen werden.

Anforderungen an das Material und den Künstler:
Die Aquarell-Malerei kann man im Gegensatz zum Malen mit  Ölfarben mit einem recht geringen Aufwand an Material und Kosten beginnen. An den Künstler stellt sie jedoch die höchsten Anforderungen an Können, Geduld und Fertigkeit. Aber gerade
aus diesem Grunde ist es zu empfehlen, mit der Aquarell-Malerei ( und/oder der chinesischen; und der japanischen Malerei) zu beginnen. Es ist dann wesentlich  leichter, später auf einfachere Techniken umzusteigen, als umgekehrt ! 
Übungen, Studien:

Wie bei jeder anderen Maltechnik, so gilt  auch hier: "Übung macht den Meister".
Die "3-Minuten-Skizze" ist dabei ein sehr wichtiges Element. Hier versucht man, in der kurzen Zeit die wesentlichen Formen eines oder mehrere Gegenstände in den wesentlichen Umrissen wiederzugeben. Auch das genaue Zeichnen und Ausarbeiten von kleinen Bildausschnitten (einzelnes Blütenblatt, Auge, Ohr, Mund) ist eine wichtige Übung. Das Anfertigen von eigenen Farbtafeln und verschiedene Farbstudien zu einem Bild sind sehr bedeutend, um in allen Bereichen mehr Erfahrung zu bekommen. Auch das spontane Zeichnen oder freie Entwerfen mit dem Pinsel oder der Zeichenkohle gehört dazu. 

Die Abfolge der Schritte beim Malen in Aquarell:
Wenn man die optische Wirkung eines Aquarells voll ausnutzen möchte, so muß man die verschiedenen Techniken beherrschen und auch möglichst in einer Abfolge einsetzen, es sei denn, daß man für eine bestimmte optische Darstellung nur eine einzelne bzw. 2 oder 3 Techniken einsetzen möchte.
So muß man immer mit den "Nassen" Techniken beginnen und dann erst arbeitet man mit den "trockenen" Techniken weiter aus.
Die verschiedenen Aquarell- Grundtechniken:


1. "Naß in Naß" :
Für die Darstellung des Hintergrundes (zB. Wolken) und für eine "verwaschene"  Darstellungsart kann man die "Naß in Naß"-Technik anwenden. Dabei wird die wäßrige Farblösung auf das nasse (nicht tropfnasse!), oder mehr oder weniger feuchte Papier aufgetragen. Dadurch entstehen unscharfe, "verschwommene" Farbstrukturen ohne scharfe Abgrenzung. Hier hat man den wenigsten Einfluß auf das spätere (trockene) Aussehen des Bildes. Jedoch ist es sehr faszinierend, welche Formen und Strukturen hier entstehen. Ein wichtiger Vorteil  der Naß-Naß - Technik ist, daß sich das Papier weniger stark wellt, da alle Papierfasern gleichmäßig gewässert und gedehnt werden.
Siehe auch Trocknen und Glätten:
Qualität der Aquarellfarbe.
Hier kann sich die Qualität der Farbe auf dem gleichen Papier sehr unterschiedlich auswirken. Eine Schuldeckfarbe (das ist zwar eine "Wasserfarbe", aber keine Aquarellfarbe) wird kaum fließen, aber je besser und hochwertiger eine Aquarellfarbe ist, umso besser werden hier die Ergebnisse sein. Trotzdem empfehle ich, daß man auch mit diesen "einfachen" und preiswerten Farben Versuche machen sollte, so kann man diese im Bedarfsfall für eine ganz bestimmte Wirkung gezielt einsetzen.
Qualität der Papiere:
Auch die Qualität des Papiers hat einen großen Einfluß. Man sollte stets mit unterschiedlichen Qualitäten die ersten Versuche wagen. So gewinnt man ein Gespür für geeignete Papiere und kann später oft schon vom reinen Anfassen her entscheiden, ob es geeignet ist oder nicht. Es müssen nicht immer teure und hochwertige Spezialpapiere sein. Ich empfehle für den Anfang durchaus preiswerte Materialien zu nehmen.
So geht man vor:
Bei geleimten Blöcken macht man nur die Oberseite des Blattes mit einem Flachpinsel naß, streift das Wasser mit dem ausgequetschten Pinsel nochmals ab und beginnt mit dem Farbauftrag.
Einzelblätter sind hier empfehlenswert. Diese kann man beidseitig wässern oder sogar im Wasser tauchen und je nach Papiersorte und Qualität mehr oder weniger lange weichen lassen. Das gewässerte Blatt am Besten auf eine helle Kunststoffunterlage legen, so tropft das Wasser gut ab. Nun beginnt man z.B. den Himmel zu malen, indem man einfach die späteren Wolken beim Auftragen der blauen Farbe ausläßt. Es entstehen so feine, zarte Wolkenformationen. Durch mehr oder weniger kräftige oder wäßrige Farbe und je nach Feuchtigkeitsgrad des Papiers läßt sich das spätere Ergebnis etwas besser vorbestimmen; jedoch bleibt immer noch jener überraschende Zufallseffekt erhalten.
Nun kann man im Trocknungsprozeß mitlaufend zunächst mit einem etwas kräftigeren, aber immer noch dezenten  Farbauftrag z.B. die Berge im Hintergrund "modellieren".
mit immer kräftigeren Farben geht man nun immer weiter in den Vordergrund und malt so mit immer "trockner" Farbe z.B. die  Bäume, Felsen, Steine und kommt so im fließenden Übergang zur nächsten Technik . 
2. "Trocken auf Naß" :

Wird mit "trockenem" Pinsel auf nasses Papier gemalt, ist der "Verwischeffekt"" nicht ganz so stark. Hier braucht man sehr viel Feingefühl und Übung für den Trocknungsgrad des Papiers und für die Feuchtigkeit der Farbe, denn "Trocken" heißt hier "Farbe mit wenig Wasser".  Bestimmte Effekte wie z.B. scharf abgegrenzte erdige, felsige Strukturen mit einem sanften, gleichfarbigen Hintergrund entstehen mit "sehr trockener" Farbe auf "nassem " Papier. Aquarell ist also eine sehr experimentierfreudige Art des Malens, die sehr viel Spielraum für das Erkunden "eigener Techniken" läßt.

3. "Naß auf  Trocken" :
"Naß auf Trocken",  nennt man die Technik die "nasse" Farblösung auf das getrocknete Papier aufgetragen wird.  Das kann ein Papier sein, das zuvor in der "Naß in Naß - Technik"  behandelt wurde, oder man beginnt sofort in dieser Technik.
Motiv und "Feinheiten":
Bei einem Bild, das schon in "Naß in Naß-Technik" und "Trocken auf Naß" gestaltet wurde erfolgt jetzt das weitere Ausgestalten und die Darstellung von Feinheiten wie z.B. Steine und Gräser. 

4. "Trocken auf Trocken":
Wenn man mit "trockenem" Pinsel auf trockenem Papier malt, werden die Konturen wie bei einer Zeichnung sehr scharf und genau abgegrenzt. Das ist der "letzte Schliff" für Aquarelle mit einem naturnahen Vordergrund. Hier erhalten Bäume eine rauhe Borke, Ackerböden und Wege erhalten ihre erdige oder steinige Struktur. 
Lasur-Schicht-Technik: (Lasurtechnik)

Hier beginnt man zunächst mit einer dünnen Lasur den Hintergrund zu gestalten. Bei sehr saugfähigem Papier wird man jedoch feststellen, daß Wolken meist sehr unnatürliche scharf abgegrenzte Strukturen besitzen, die man nur teilweise mit Wasser noch etwas ausdünnen kann. (Nur die "Naß in Naß"-Technik führt zu einem schönen "lockeren" Himmel !).
Für das eigentliche Bild kann man einzelne farbige Flächen mit einer feuchten Lasur darstellen. Nach dem Trocknen entstehen so immer mehr farbige Flächen, die sich auch überlagern oder überschneiden können. Im Bereich der Überlagerung entstehen neue Farben oder Farbtiefen.
Lavier-Technik - Licht - Schatten - Tiefe - Weite:
Eine besonderes schöne Anwendung ist Verwendung von Aquarellfarbe zum "Lavieren" (=hinterlegen; franz. "laver" = "waschen" oder "verwaschen".).
Das beim Lavieren (Verwaschen) übliche Verfahren ist es, mit einem Farbstift (heute z.B. Aquarellstift) die Farbe trocken auf das Papier zu reiben, um sie dann mit Wasser zu "verwaschen".  Auch das "Verwaschen" einer wässrigen Farblösung auf dem Papier mit mehr oder weniger Wasserzugabe nennt man Lavieren. (Mit dem Lavier- oder "Verwaschpinsel"). Federzeichnungen und untergeordnet und Pinselzeichnungen oder Aquarelle lassen sich mit dieser Technik verfeinern, um diesen Zeichnungen mehr Ausdruck zu verleihen.
Siehe auch: Lavieren trockener Farbschichten
Hintergrund : vorher oder nachher ?
Viele Anfänger werden gerne sofort in dieser Technik beginnen, weil ihnen die "Naß in Naß -Technik" zu aufwendig oder kompliziert erscheint. Sie beginnen sofort mit dem Motiv und sind dann völlig frustriert, wenn es darum geht, den Hintergrund darzustellen. Man Kann hierzu das Bild vorsichtig von der Rückseite naß machen und dann den Vordergrund nachträglich in "Naß in Naß" darstellen. Dabei lauft man aber Gefahr, daß das Motiv verwischt. Der Versuch, den Hintergrund um das Motiv zu malen läßt schnell das unfachmännische Vorgehen erkennen und die Freude an der Aquarellmalerei ist dahin.
Da man jederzeit  einen "Naß in Naß " gemalten Hintergrund in "Naß auf Trocken" weiter gestalten kann male ich oft nur "Hintergrund-Bilder", die dann irgendwann weiter ausgestalten.

5.  "Trocknen" und "Glätten" von Aquarellen:
Trocknen:
Das Trocknen von Aquarellen wird gerade bei der Naß -Naß - Technik  oft als ein Problem angesehen. Jedoch ist es eher eine Einstellung zum den spontanen Prozeß, der dahinter steckt.
Mit viel Erfahrung kann man zwar den eigentlichen Farbauftrag mehr oder weniger gut kontrollieren und steuern. Doch dann vollzieht sich ein allmählicher Trocknungsproßeß, den man nicht mehr unter Kontrolle hat. Am liebsten möchte man das Bild in halb trockenem Zustand konservieren, weil es gerade dann gut aussieht !
Man sollte jedoch das "Naß-Naß"-Malen ähnlich wie die chinesische Tuschmalerei oder das japanische sumi-e als einen Vorgang sehen, bei dem wir als Mensch nur ein Teil  der gesamten Natur sind und daher sollten das fertige Ergebnis als naturgegeben hinnehmen. Für den Anfänger ist dieses natürliche Verhalten des Materials sehr
irritierend;  aber für den Perfektionisten ist es einfach unerträglich, daß hier etwas abläuft, das er nicht voll und ganz beeinflussen kann.
Natürlich kann man mit einem Fön oder einer Warmhalteplatte oder anderen Tricks eine schnellere Trocknung herbeiführen; aber das Unerwartete tritt trotzdem ein.
Es gilt einfach nur die Einstellung zu den Dingen anders zu sehen - als eine faszinierende an der wir selbst schöpferisch  teilhaben  dürfen !
Das hört sich leicht an, ist aber unheimlich schwer !
Glätten:
Es bleibt nicht aus, daß sich Aquarelle mehr oder weniger wellen. Wer nicht von Anfang an großzügig in der Naß-Naß - Technik arbeitet,  muß damit rechnen, daß sehr viele kleine Wellen entstehen, die sich ganz schlecht entfernen lassen. Pressen (unter einem Stapel Büchern) empfiehlt sich nur bei sehr leichter Wellung. Besser ist das richtige Bügeln oder feuchte Bügeln.
So wir es gemacht:
Das Papier mit dem Bild auf einen hellen, nicht färbenden Karton auflegen. Nun mit mittlerer Temperatur vorsichtig von einer der Schalseiten aus bügeln. Ein Dampfbügeleisen kann hilfreich sein.  Notfalls hilft nur noch das richtige Wässern und Trockenbügeln mit sanfter Temperatur.
Siehe Naß-Naß - Technik..

6. "Lavieren" trockener Farbschichten:
Bereits trockene Farbschichten lassen sich je nach Qualität bzw. Zusammensetzung (Bindemittel) mehr oder weniger leicht wieder anlösen. So kann man nachträglich "scharfe" Abgrenzungen noch etwas "weicher" gestalten. Hierzu wird ein feuchter (nicht allzu nasser !)  Pinsel benutzt, um die Farben noch etwas zu verwaschen. Oft ist as aber auch noch möglich, das Bild vor der Rückseite her zu befeuchten, um dann die Vorderseite besser (ohne kleine Papierwellen) lavieren zu können. Hierbei kann man auch nochmals farbige Lavierschichten vorsehen.
Siehe Trocknung von Aquarellen:

7. Aquarellstifte.
Diese Stifte sehen aus wie "normale" Buntstifte, enthalten aber eine gut wasserlösliche Aquarellfarbe. Auch hier kann man auf "nassem" oder Trocknem Papier malen. Das übliche Verfahren ist es aber, die Farbe wie Buntstift aufzutragen, um sie dann mit Wasser etwas zu verwaschen. ("Lavieren").

8. Kombination der genannten Techniken:
Man kann auf einem Bild alle diese Techniken beliebig kombinieren und erhält so eine sehr vielfältige Bandbreite von Effekten und unterschiedlichen Darstellungsarten.
Die Aquarell-Malerei erfordert sehr viel Zeit und Geduld; zumal in der feinen, filigranem Ausarbeitung oder in der vielschichtigen Dünnschicht-Technik Bei vielen meiner Werken wende ich oft bis zu hundert oder noch mehr Schichten an. Dadurch entsteht
oft bei wechselnder Tageshelligkeit oder verschiedener Beleuchtungsstärke ein völlig anderes Farbspiel, da stets andere Farbnuancen vom einfallenden Licht zum Leuchten angeregt  werden.

9. Kombination mit anderen Techniken - eigene Techniken
Die Aquarell-Malerei läßt sich hervorragend mit anderen Techniken (Bleistift, Kohle, Kreide, Öl, Collage, Materialdruck  u.s.w.) verbinden.

10. Kombination mit der chinesischen Technik /  japanisches sumi-e :
Besonders interessant wird die Aquarell-Malerei, wenn man diese mit der Technik der chinesischen Tuschmalerei oder der japanischen (Mehrfarben-) sumi-e -Technik verbinden kann.
Dadurch bietet sich dem Künstler ein sehr sehr breites und interessantes Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten.

11. Aquarelle in Großformat
Normalerweise eignet sich die Aquarelltechnik nur für kleinere Bildformate. Durch das Wasser beginnt sich das Papier zu wellen. Das Spannen von Papier ist oft recht schwierig. Am besten hat es sich bewährt, das Papier mit "Naßklebeband"
auf einem nicht nicht allzu glatten Brett oder einer Tischlerplatte zu befestigen.
Um bei größeren Formaten die Aquarelltechnik anwenden zu können, empfiehlt sich das Malen auf Textilien, wie z.B. mercerisierte Baumwolle.

Aquarell-Papier:
Qualitäten:
Die Qualität und der Preis wird bestimmt durch Handfertigung bzw. industrielle Fertigung, durch den Anteil an Baumwolle-Hadern bzw. anderen hochwertigen Naturfasern, durch das Flächengewicht in Gramm pro qm, und durch die Abpackung (Einzelbögen, Blöcke, Rollenware).
Für den Anfang reichen einfache Qualitäten aus: Ich empfehle : geleimte Blöcke. 
handgeschöpfte Papiere:

Die besten (und teuersten) Qualitäten gibt es als handgeschöpfte Einzelbögen. Hier ist z.B. das Whatman-Bütten zu nennen. Auch die Papiere aus der Linters-Faser (Torchon-Papier) ist eine hervorragende Qualität.
Gute Aquarellpapiere haben einen hohen Hadern-Anteil an hochwertigen Naturfasern wie Esperato, Hanf, Leinen-, Baumwoll-,  Zellstoff.

Das Flächengewicht:
Für die "trockeneren" Formen der Aquarell-Malerei oder für schnelle Studien ist ein Flächengewicht  von 180 bis 200 g/qm ausreichend.
Besonders für die "nassen" Aquarell-Techniken ist ein hohes Flächengewicht (d.h.) meist auch größere Dicke oder "mehr Papiervolumen" sehr von Vorteil, da die dünneren Papiere sich leicht wellen. Hier sind Flächengewichte von 200 bis250 g/qm empfehlenswert. Es gibt auch Sorten mit 280g, 300g oder mehr. Je schwerer (dicker) das Papier ist, um so teurer ist es.

Oberflächen - Struktur:
Es gibt sowohl bei diesen teuren Sorten, wie auch bei den preiswerten Arten sehr viele unterschiedliche Oberflächenstrukturen. Diese reichen von fast glatt über alle Rauheiten bis feinen oder groben zu regelmäßigen, unregelmäßigen sehr unterschiedlichen Strukturen. Diese Strukturen geben dem Aquarell einen ganz besonderen Reiz. Für feine, genaue Zeichnungen sollte das Papier eher glatt sein, während bei anderen Sorten der naturrauhe oder exakt strukturierte Untergrund die Wirkung des Werkes ausmacht.

"erhöhtes Papiervolumen".
 Heute gibt es auch Papiere mit einem "erhöhten Papiervolumen". Ein 179 g-Papier mit 170% "Papiervolumen" entspricht dann einem Aquarell-Karton von 270 g/qm.

geleimte Papier-Blöcke:
Für den Anfänger und für das Malen in der Natur sind diese geleimten Blöcke zu empfehlen. Man sollte sich jedoch 3 oder 4 verschiedene Sorten (Oberflächenstrukturen) anschaffen und in verschiedenen Techniken austesten.
Bei einigen Blöcken ist der Anteil an Hadern ist auf den Papierblöcken vermerkt, das ist jedoch nicht immer das entscheidende Qualitäts-Merkmal. Arbeitet man mit weniger Wasser (z.B. Aquarell-Stift, verwischen mit etwas Wasser) kann man dünnere (leichtere) Sorten nehmen. Entscheidend ist aber auch immer die Eignung des Papiers für den gedachten Einsatzzweck.

"Zweischicht-Papier"
Für Studien reicht preiswerte Papier völlig aus ! Das ist eine Unterlage, die auch zu 100% aus Altpapier bestehen kann mit einer Deckschicht aus Aquarell-Papier.

Papierformate:
Für den Anfang sollten die Formate nicht zu groß sein. 17 x 24 und 24 x 32 sind ausreichende Formate. Die Formate von Aquarell-Blöcken gehen aus den alten Maßen hervor, die von den Künstlern gewünscht wurden. Das sind aber keine modere DIN-Maße !

Esparato-Aquarell-Papier: Ein modernes, sehr hochwertiges Papier aus dem Wüstengras "Esparato". Es hat ein Papiervolumen von 175%, hat hervorragende Eigenschaften und ist für Aquarell, Kupferstiche, Linoldruck, Lithographie, Skizzen, Zeichnungen. Es ist damit ein "Universal-Papier" für viele Einsatzzwecke. 
12 Aquarellkartons:
Die beste Auswahl, die auf dem deutschen Markt zu erhalten ist !:
12 verschiedene, hochwertige Bütten-Aquarellkartons und Spezial-Aquarellkartons 
01 : Echt Bütten Aquarellkarton 200 g/m2, matt:

Dieser klassische Aquarellkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. 
Matte Oberfläche: Diese verfügt über eine leichte, unregelmäßige Gewebestruktur. 
Für die Naßtechnik:
Damit erzielt man volle Pinselstriche bei der Trockenmaltechnik und gleichmäßig strahlende Farbverläufe in der "Naß in Naß" - Technik.
Dieses hochwertige Papier ist sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Gouache, Tempera.
Für die trockenen Techniken: 
"Bleistift", Buntstift, Crayons-Techniken, Graphitstifte, Kohle, Kreide, Pastell. 
02 : Echt Bütten Aquarellkarton 200 g/m2, rauh:

Dieser klassische Aquarellkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera und trockene Techniken : "Bleistift", Buntstift, Crayons-Techniken, Graphitstifte, Kohle, Kreide, Pastell.
Rauhe Oberfläche: Die schöne, natürliche, unregelmäßige Struktur läßt Aquarelle noch plastischer und prägnanter wirken. 
Auf trockenem Papier:
Schnelle Pinselstriche, auf trockener Oberfläche "leicht" aufgetragen geben eine nur teilweise geschlossene Einfärbung des schönen Materials. Die verbleibenden weißen "Lichtflecken" in den Vertiefungen des Papiers geben dann dem Bild einen besonders  reizvollen Ausdruck. 
Auf feuchtem oder "nassem" Papier:
Bei der Naßtechnik erfolgt eine Farbverstärkung an den tiefen Stellen durch eine Verdichtung der Farbpigmente. 
03 : Echt Bütten Aquarellkarton 240 g/m2, extra rauh:

Dieser klassische Aquarellkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera und trockene Techniken : "Bleistift", Buntstift, Crayons-Techniken, Graphitstifte, Kohle, Kreide, Pastell.
Extra rauhe Oberfläche: Die besonders schön ausgeprägte Struktur der Oberfläche unterstreicht die Neigung zu "Lichtflecken-Bildung" noch mehr und läßt so Aquarelle noch viel plastischer und prägnanter wirken. Bei diesem Papier empfiehlt sich das Arbeiten mit bereits angemischten Farben. 
Auf trockenem Papier:
Schnelle Pinselstriche, auf trockener Oberfläche "leicht" aufgetragen geben eine nur teilweise geschlossene Einfärbung des schönen Materials. Die verbleibenden weißen "Lichtflecken" in den Vertiefungen des Papiers geben dann dem Bild einen besonders  reizvollen Ausdruck. 
Auf feuchtem oder "nassem" Papier:
Bei der Naßtechnik erfolgt eine intensive Farbverstärkung an den tiefen Stellen durch eine Verdichtung der Farbpigmente in den Vertiefungen. 
04 : Echt Bütten Aquarellkarton 230 g/m2, "Albrecht Dürer", matt:

Dieser hochwertige Aquarellkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben zwei Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera und trockene Techniken : "Bleistift", Buntstift, Crayons-Techniken, Graphitstifte, Kohle, Kreide, Pastell.
Matte Oberfläche: Die weiche, leicht strukturiere Oberfläche garantiert  bei allen aquarellartigen Maltechniken ein hervorragendes "Farb/Wasser-Verhalten". 
Der Hadernanteil mach diesen Karton geschmeidig und begünstigt die Wasserführung in der Naßmaltechnik. 
05 : Echt Bütten Aquarellkarton "Merten"; 300 g/m2, rauh:

Dieser hochwertige Spezialkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera und trockene Techniken : "Bleistift", Buntstift, Crayons-Techniken, Graphitstifte, Kohle, Kreide, Pastell.
Rauhe Oberfläche: Die schöne, markant strukturierte Oberfläche verleiht bei den aquarellartigen Maltechniken bei "leichtem" Farbauftrag den Werken noch mehr Ausdruck. Dabei werden die Vertiefungen des Papiers nicht mit Farbe ausgefüllt und zeigen daher sttrahlene "Lichtpunkte", die das Bild aufhellen und verleihen ihm dabei mehr Plastizität und Struktur. 
06 : Echt Bütten Aquarellkarton "William Turner"; 300 g/m2, aus 100 % Baumwolle-Hadern:

Dieser hochwertige Spezialkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera.
Weiche, unregelmäßige Struktur: 
Die schöne Oberflächenstruktur erfüllt in idealer Weise die hohen Ansprüche der geübten Malerinnen und Maler. Dieses sehr hochwertige Papier sollten sie nur für ausgesuchte Motive verwenden und erst benutzen, wenn Sie ausreichend Erfahrung gesammelt haben. 
07 : Echt Bütten Aquarellkarton "Tiepolo"; 450 g/m2,  rauh:

Dieser sehr hochwertige und "schwere" Spezialkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera.
Rauhe Oberfläche: Die schön, Oberflächenstruktur läßt Aquarelle noch plastischer erscheinen, denn sie verleiht bei aquarellartigen Maltechniken unter nur "leichtem" arbauftrag den Werken noch mehr Ausdruck. 
noch 07 : Echt Bütten Aquarellkarton "Tiepolo"; 450 g/m2,  rauh:
Auf trockenem Papier:
Schnelle Pinselstriche, auf trockener Oberfläche "leicht" aufgetragen geben eine nur teilweise geschlossene Einfärbung des schönen Materials. Die verbleibenden weißen "Lichtflecken" in den Vertiefungen des Papiers geben dann dem Bild einen besonders  reizvollen Ausdruck. 
Auf feuchtem oder "nassem" Papier:
Bei der Naßtechnik erfolgt eine Farbverstärkung an den tiefen Stellen durch eine Verdichtung der Farbpigmente. 
08: Echt Bütten Aquarellkarton "Leonardo"; 600 g/m2, rauh:

Dieser sehr hochwertige und besonders "schwere" Spezialkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera. 
Auf diesem stabilen Karton mit seiner harmonischen Oberflächenstruktur wirken die Farben bei hervorragendem Fließverhalten sehr kräftig, ohne zu verblassen.
Rauhe Oberfläche: Die schön, Oberflächenstruktur läßt Aquarelle noch plastischer erscheinen, denn sie verleiht bei aquarellartigen Maltechniken unter nur "leichtem" Farbauftrag den Werken noch mehr Ausdruck. 
Auf trockenem Papier:
Schnelle Pinselstriche, auf trockener Oberfläche "leicht" aufgetragen geben eine nur teilweise geschlossene Einfärbung des schönen Materials. Die verbleibenden weißen "Lichtflecken" in den Vertiefungen des Papiers geben dann dem Bild einen besonders  reizvollen Ausdruck. 
Auf feuchtem oder "nassem" Papier:
Bei der Naßtechnik erfolgt eine Farbverstärkung an den tiefen Stellen durch eine Verdichtung der Farbpigmente. 
09: Spezial-Aquarellkarton "Cornwall"; 340 g/m2, rauh:

Dieser sehr hochwertige und besonders "schwere" Spezialkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera. 
Auf diesem stabilen Karton mit seiner harmonischen Oberflächenstruktur wirken die Farben bei hervorragendem Fließverhalten sehr kräftig, ohne zu verblassen.
Rauhe Oberfläche: Die schöne, unregelmäßige Oberflächenstruktur läßt Aquarelle noch viel plastischer und natürlicher erscheinen, denn sie verleiht bei aquarellartigen Maltechniken unter nur "leichtem" Farbauftrag den Werken noch mehr Ausdruck. 
Die Farbe ließt gut auf dem Papier und bleibt in ihrer Leuchtkraft erhalten.
Auf trockenem Papier:
Schnelle Pinselstriche, auf trockener Oberfläche "leicht" aufgetragen geben eine nur teilweise geschlossene Einfärbung des schönen Materials. Die verbleibenden weißen "Lichtflecken" in den Vertiefungen des Papiers geben dann dem Bild einen besonders  reizvollen Ausdruck. 
Auf feuchtem oder "nassem" Papier:
Bei der Naßtechnik erfolgt eine Farbverstärkung an den tiefen Stellen durch eine Verdichtung der Farbpigmente. 
10: Spezial-Aquarellkarton "Britannia"; 300 g/m2, rauh:

Dieser sehr hochwertige und besonders "schwere" Spezialkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera. 
Auf diesem stabilen Karton mit seiner harmonischen Oberflächenstruktur wirken die Farben bei hervorragendem Fließverhalten sehr kräftig, ohne zu verblassen.
Rauhe Oberfläche: Die schöne, filzige Markierungs- Oberflächenstruktur verleiht  Aquarellen eine schöne "duftige" Struktur.
Drucktechniken:
Dieser stabile und sehr strapazierfähige Spezialkarton eignet sich besonders für alle Drucktechniken wie Linoldruck, Holzschnitt-Druck, Lithographie und Materialdruck. 
11: Spezial-Aquarellkarton, 275 g/m2; "Torchon":

Dieser sehr hochwertige und schön strukturierte Spezialkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die französische Bezeichnung "Torchon"  weist auf die grobe Struktur eines Leinengewebes hin. Von einer ähnlichen Beschaffenheit ist die Oberfläche dieses Aquarellkartons. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera. 
Auf diesem stabilen Karton mit seiner harmonischen Oberflächenstruktur wirken die Farben bei hervorragendem Fließverhalten sehr kräftig, ohne zu verblassen.
Rauhe Oberfläche: Die schöne,  Oberflächenstruktur gibt Aquarelle eine sehr interessante Struktur, denn sie verleiht bei allen aquarellartigen Maltechniken unter nur "leichtem" Farbauftrag den Werken noch mehr Ausdruck. 
Die Farbe ließt gut auf dem Papier und bleibt in ihrer Leuchtkraft erhalten.
Auf trockenem Papier:
Schnelle Pinselstriche, auf trockener Oberfläche "leicht" aufgetragen geben eine nur teilweise geschlossene Einfärbung des schönen Materials. Die verbleibenden weißen "Lichtflecken" in den Vertiefungen des Papiers geben dann dem Bild einen besonders  reizvollen Ausdruck. 
Auf feuchtem oder "nassem" Papier:
Bei der Naßtechnik erfolgt eine Farbverstärkung an den tiefen Stellen durch eine Verdichtung der Farbpigmente.

12: Spezial-Aquarellkarton "Burgund"; 250 g/m2, mat:
Dieser sehr hochwertige und besonders "schwere" Spezialkarton ist säurefrei, lichtbeständig (UV-Beständigkeit) und von höchster Alterungsbeständigkeit. Die Bögen haben ein Wasserzeichen und einen Büttenrand. Sehr gut geeignet für alle Naßtechniken: z.B. Acryl, Aquarell (Aquarellstift, Naß in Naß, Naß auf Trocken, Trocken auf Naß), Bister, Laviertechniken, Gouache, Tempera. 
Auf diesem stabilen Karton mit seiner harmonischen Oberflächenstruktur wirken die Farben bei hervorragendem Fließverhalten sehr kräftig, ohne zu verblassen.
Harte, ,matte Oberfläche mit hoher Glätte und guten Korrektur-Eigenschaften: Die sehr dichte und harte Oberflächenstruktur Erlaubt ein Korrigieren und "Wegnehmen" der noch feuchten Farbebis hin zur reinen Weiße des Papiers. .
Markierungs- Oberflächenstruktur verleiht  Aquarellen eine schöne "duftige" Struktur.
Drucktechniken:
Dieser stabile und sehr strapazierfähige Spezialkarton eignet sich besonders für alle Drucktechniken wie Linoldruck, Holzschnitt-Druck, Lithographie und Materialdruck.

Geschichte
Geschichtliches und berühmte Aquarellmalerei :
Mit Wasser angerührte Farben hatte man schon für die Höhlenmalereien, für altägyptische Wandfriese sowie für die schöne Ausgestaltung von griechischen und römischen Tempeln und Wohnhäusern verwendet. Doch diese Technik zählt eher zu den Fresko-Malereien.

Die Wurzeln  - die chinesische Malerei:
Die eigentlichen Wurzeln der Aquarellmalerei liegen in der chinesischen Tuschmalerei, die eine Geschichte von weit über 3.000 Jahren aufweisen kann. Es war eine Meditationsform, die von taoistischen und buddhistischen Mönchen sehr gepflegt wurde. Bis in die Neuzeit hinein war es die hohe Kunst der Kaiser, Mandarine, Hofbeamten, später jedoch auch der Dichter und Literaten. Maler waren also Staatsbeamte und ansonsten diente die Malerei nur dem Vergnügen, der Erbauung, der Erlamgung von Fertigkeiten und der Kultivierung des Geistes. Die Malerei hatte also stets einen sehr hohen Stellenwert und ein hohes Ansehen, als eine besondere persönliche Leistung des Schaffenden. 
Genua und Italien:

Die europäische Aquarell-Malerei wurde vermutlich erst im frühen 14. Jahrhundert aus China importiert, auch wenn man sie schon vorher kannte. Dort hatte man bereits eine sehr lange Tradition in dieser Maltechnik. Die Reiseberichte des Genuesen Marco Polo (1299) über die chinesische und ostasiatische Kultur und über das Leben im Hofe des chinesischen Kaisers, seines mongolischen Freundes Kublai Khan, dem Enkel des Temudchin (Dschingis-Khan), machte in Europa auch die chinesische Kunst  und somit auch die chinesische Tuschmalerei interessant. Von dort hatte man auch die typischen hartgepreßten Riegel und Stangen aus Kiefernruß importiert, die der chinesischen Malerei schön früh ihren besonderen Charakter gaben. Seit dieser Zeit sind in der europäischen Kunst verstärkt ostasiatische Eiflüsse erkennbar. Man versuchte zunächst die Maltechnik nachzuahmen, doch fehlte es wohl auf Dauer an den geeigneten Papieren, Pinseln und an der sachgerechten Maltechnik, um diese wirklich nachvollziehen  zu können. 

Deutschland : Albrecht Dürer und andere:
Albrecht Dürer (1471-1528) hatte 1494-1495 diese Technik in Italien kennen und schätzen gelernt. Er malte jedoch zumeist  nicht nur in reiner Aquarelltechnik wie z.B. das Landschaftsaquarell "welch ping" (im Museum Oxford). Er  verschönte seine Holzschnitte, Federzeichnungen  und Bleistiftzeichnungen auf eine besonders reizvolle Art mit "Wasserfarben". Bekannt ist hier z.B. sein "Feldhase" aus dem Jahre 1502, "das große Rasenstück" und die "Schwertlilien", beide aus dem Jahre 1503,  die er in Aquarell, Deckfarbe und Federzeichnung ausführte. Die Aquarelle des Augsburger Malers Albrecht Altdorfer (1480-1538) zeigen ein sehr phantasievollen, deutlichen "ostasiatischen" Einschlag und verleihen gerade seinen Werken einen ganz bezaubernden Reiz.

Renaissance : Tusche und Bister:
Im 16. und 17. Jahrhundert entsprach die Verwendung von farbigen "Wasserfarben" nicht mehr dem Zeitgeschmack. In dieser Zeit bestanden diese aus Sepia ("aqua tinta") oder angerührtem Bister. Sepia ist ein schwärz-rotviolettes Farbpigment, das aus dem "Tintensekret"  des Tintenfischen hergestellt wird. Bister ist eine sehr zähflüssige, pechartige dunkelbraune Masse, die in einer sehr aufwendigen Prozedur aus Kaminruß gewonnen wurde. 
In dieser Aquarelltechnik malten Tizian (Tiziano Vecellio ca.1490-1576), Tintoretto (Jacoppo Robusti, der Sohn eines Färbers = "Tintoretto" 1518-1594). Rembrandt Harmensz van Rijn (1606 - 1669), der Augsburger Maler Johann Elias Ridinger (1698-1767) (Pinselzeichnungen mit Bister;  eindrucksvolle Jagdszenen) und viele andere Trotz der meist monochromen Farbgebung erzielten diese Maler gerade bei der Darstellung von zarten Wolken, in den feinen Strukturen des Himmels und in der geschickten Verteilung von Licht und Schatten sehr wirkungsvolle atmosphärisch "Schwebende"  Effekte.

Farbige Aquarelle: Flamen und Niederlande: 
Nur in der niederländischer und flämischen Schule wurden weiterhin auch mit farbige Aquarelle gemalt,  wie von Hendrick van Avercamp und Adriaen van Ostade, wie später von Jan Both, Aslijn und vam der Ulft. Ansonsten geriet die Aquarelltechnik fast in Vergessenheit und dient häufig nur als ein sehr bequemes Malwerkzeug für Skizzen und farbige Entwürfe auf Reisen.

Caspar David Friedrich:
war ein Meister des Aquarells, der hier seinen ganz eigenen, unnachahmlichen Stil entwickelte. Ansonsten gab es in dieser Zeit nur wenige deutsche Maler, die seine Genialität erreichten. 

Die englische "Water Colour Society":
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Technik in England neu belebt. Die Aquarellmalerei wurde zu einem festen Bestandteil der feinen Gesellschaft. Man schätze dabei nicht nur den Genuß von feinstem chinesischen Tee, sondern auch das Malen mit den begehrten Farben aus China. Man gründete die "Water Colour Society", die bald dafür bekannt war, daß sie jeden Maler verstieß, der es wagte Deckweiß für die Darstellung von "Weiß" zu verwenden. Seit dieser Zeit stellte man in England auch eigene Aquarellfarben her. Maler wie Boninton, Consable, Girtin und vor allem William Turner gehörten  zu den bedeutenden Aquarellmalern.

Die Neuzeit: 
Später folgen Maler wie auch Cézanne, Signac ("Wasser und Himmel"), Emil Nolde, Kandinsky, Paul Klee, Ernst Wilhelm Nay und viele andere sind als ausgezeichnete Kenner der Aquarelltechnik in Erscheinung getreten und haben der Nachwelt eine Vielzahl ganz hervorragender Aquarelle hinterlassen.

Pinsel
Pinsel-Stärken:
Es gibt kein einheitliches Maß für die Pinselstärken. Die Stärke entspricht nicht dem Durchmesser in mm. Die Größen hat jeder Hersteller für sich festgelegt, wobei man sich aber ungefähr an Richtgrößen halt. Trotz internationaler Einheiten ("SI": seit 1971 !) werden die Breiten von Flachpinseln immer noch in Zoll (inch : Kurzrichen: ") angegeben.
Diese Tabelle soll als Anhalt dienen.
.
Rundpinsel:
Nr :
0
1
2
3
4
6
8
10
30
mm
1,6
1,8
2,3
2,6
3,0
3,8
5,0
6,3
15
Bei den 0-Größen (Feinstrich-Pinsel) wird eine Zahl davor gesetzt. 5/0=1,1mm;..0=1,5mm.
Je größer die vorausgehende Zahl, desto dünner (!) ist der Pinsel.
.
Feinstrich-Rundpinsel: (z.B. Aquarell-art151/10 aus Sabion-Faser)
Pinsel mit einer Stärke unter 2,0 mm bezeichnet man üblicherweise als Feinstrich-Pinsel.
Nr :
5/0
4/0
3/0
2/0
0
1
mm
1,1
1,2
1,3
1,4
1,5
1,8
Leser-Service: Ein Komplettes Set:
Aquarell-Feinstrich-Pinsel-Set :Art 151/10 aus feinster, hochwertiger goldgelber Sabion-Faser in nahtloser Metallzwinge, lackierter normal langer Holzstiel, lackiert.. Größe 5/o, 4/0, 3/0, 2/0, 0, 1. Auch für Gouche und für die feine Acryl-Malerei hervorragend geeignet.
Flachpinsel:
Trotz der seit 1971 geltenden internationalen Maßeinheiten (Si-Einheiten; Stadard-International), nach denen nur noch in mm, cm, m und km gemessen werden dürfte, hat sich bei Flach-Pinseln die Breitenangabe in Zoll erhalten (1" = 25,4 cm) . So wird ein Küstler wohl auch zukünftig immer nach einem 2" - Pinsel fragen, wenn er einen benötigt, der ca. 5 cm breit ist.
Zoll, "
1/2"
3/4"
1"
1,5"
2"
2,5"
3"
4"
5"
mm
12
18
25
38
50
62
75
100
125


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