Hilfen für Sehbehinderte, allgemeine u. technische Hilfsmittel, Adressen, Heilsteine, Heilkräuter
Home
Neu ?
Fragen ?
Chat´s
Kontakt
Shops
Exkurs
Berlin
Bilder
Buddha
China
Drachen
Gedichte
Japan
+ Kreativ +
+ Malen +
Steine
Exkurs
.
Mit MD RP leben ?
Der Umgang mit  MD/RP  im Alltag
Fotografieren  trotz Seh-Behinderung ?
Malen trotz Seh-Behinderung ?

Fotografieren  trotz Seh-Behinderung ?
Als ich bemerkte, daß ich zusehends Schwierigkeiten damit hatte, meinen  Fotoapparat scharf einzustellen,  versuchte ich zunächst, die Entfernung möglichst gut zu schätzen, doch auch das gelingt mit schlechten Augen nicht allzu gut. Die Folge war, daß ich immer weniger fotografierte. Eine Autofocus-Kamera, das widersprch meinem künstlerischen Empfinden, selbst entscheiden zu wollen, was und wie ich fotografieren wollte. Was ich dabei jedoch nicht beachtet hatte, war der Umstand, daß der Autofocus eigentlich nur das lästige Scharfstellen übernimmt. 
Das Wesentliche, am Fotografieren bleibt jedoch erhalten: Das Gefühl für das Motiv, für die richtige Lichtwirkung, die geeignete Perspektive, den Bildausschnitt und für die Gesamtkomposition.
Doch gleichzeitig wußte ich, daß meine Ausflüchte, wie : "technisch noch nicht ausgereift" oder "noch zu teuer"  eigentlich nur vorgeschoben waren.
Doch diese Ausflüchte hatten endlich ein Ende, als ich eine solche Kamera zum Geburtstag geschenkt bekam. Nun mußte ich einfach ran.  Das Ergebnis war:  Im Urlaub hatte ich ein so großes "Nachholbedürfnis", daß ich gleich über 20 Filme "abgeknipst" hatte.

Mit meinen Fotos möchte ich zeigen, daß nicht nur die Ferne, sondern auch unsere unmittelbare Umgebung viele Schönheiten zu bieten hat !

Eine Sehbehinderng ist noch lange kein Grund, nicht zum Fotoapparat zu greifen !



Malen trotz Seh-Behinderung ?

Oft werde ich gefragt, warum ich trotz meiner sehr starken Sehbehinderung male 
oder man fragt mich, wie ich damit "zurechtkomme", das müsse ja wohl 
sehr anstrengend sein, so feine Striche zu malen !
Nun, - es gibt einerseits heute viele technische Hilfsmittel, wie z.B. leistungsstarke Vergrößerungsgeräte, mit denen man sich mehr oder weniger gut behelfen kann.
Eine kleine Briefmarke läßt unter einem Bildschirm-Lesegerät so 
groß vergrößern, daß sie westntlich größer ist als eine DIN-A3-Seite 
(ca. 60 x 80 cm !). Damit könnte man sogar eigene Briefmarken in Originalgröße gestalten und das mit allen, keinen Feinheiten, wenn 
es so feine Stifte gäbe und man bei einer so extremen Vergrößerung 
noch die Orientierung hätte, wo der Stift gerade "rumzeichnet" !
Es ist zwar sehr zeitraubend, mit Vergrößerung zu arbeiten, aber es kommt 
bei einem Hobby ja nicht auf die Anzahl der Bilder an, die man in einem 
bestimmten Zeitraum malt.
Außerdem ergibt sich eine gewiße Spontanität beim Malen, wenn 
man nicht alles so genau erkennen kann !
Trotzdem ist die Tätigkeit sehr anstrengend, mühsam und sehr, sehr zeitraubend. 
Das Wichtigste aber ist, das ist der ist der Grund warum ich male.

Ich möchte zeigen, daß ich -trotz- meiner Behinderung meinen 
Mitmenschen die Schönheit unseres Daseins nahebringen kann !
Zumindest versuche ich, das zu vermitteln ! 

Eine Sehbehinderng ist noch lange kein Grund, nicht selbst malen zu können !
Und :Ich gebe meine Erfahrungen gerne weiter !
Die Förderung der Kreativität von Kindern und Jugendlichen 
liegt mir dabei ganz besonders am Herzen !



Der Umgang mit  MD/RP  im Alltag

Wie bereits kurz erwähnt.
Die Makuladegeneration ist keine Krankheit, im üblichen Sinn, sondern  "eine 
Laune der Natur"", die jedoch für den Betroffenen, zumal bei der "jugendlichen"
MD, schwerwiegende psychische und soziale Belastungen auferlegt. 

Nicht erkennbare Behinderung:
Man sieht den Betroffenen die Behinderung nicht an.
Daher weiß ein Außenstehender  nicht,  daß diese Mitbürger in vielen Dingen 
in ihrer Orientierungsmöglichkeit stark eingeschränkt sind !
Die besondere Problematik  jeder Behinderung besteht darin, daß ein Behinderter sich soweit es möglich ist, selbst helfen möchte !
Helfen Sie daher nur, wenn Sie darum gebeten werden oder wenn Sie erkennen, daß eine Hilfestellung angebracht oder erforderlich ist !

Gedrucktes kann nur mit  Hilfsmitteln gelesen werden !
Geschriebene  Informationen  wie Briefe, Bücher, Zeitungen, BUS-Fahrpläne, 
Speisekarten, Preisschilder, Straßenschilder, Haltestellen-Hinweise in BUS, U- 
oder S-Bahn  u.v.m. und im schwerwiegenden Fall auch großgedruckte 
Beschriftungen wie z.B. BUS-Nummern, Plakate  und andere Dinge nicht oder
nur unscharf zu erkennen.  Autofahren ist also unmöglich und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ohne Hilfsmittel nur eine Groborientierung möglich. 

Nichterkennen ist keine Mißachtung !
Die Möglichkeit  Personen zu erkennen ist nur gegeben, wenn die Personen 
mehr oder weniger dicht herantreten. 
Aus weiterer Entfernung können Personen nur an Haltung, Gang,  Haarfarbe, Kleidung oder anderen groben, "typischen"  Merkmalen identifiziert werden. 
Da kann es leicht einmal zu Verwechslung oder "Nichtbeachtung" kommen, nur
weil sich vielleicht die sonst so typische Frisur oder Kleidung grundlegend
geändert hat.
Bedingt durch das "zentrale Sehloch" können viele MD/RP Patienten  Gesichter 
oder Gegenstände nicht wahrnehmen, wenn sie zentral angeschaut werden.
Schaut man aber an den Dingen "vorbei ", dann erkennen nun  jene Sehzellen, welche  außerhalb des Sehzentrums liegen die Person/den Gegenstand, jedoch keine normal oder größer geschriebene Schrift !!!
( Das ist jedoch nicht bei allen Formen der MD/RP so ).

Immer in den vorderen  Reihen - und mit dem Ferngas ins Theater !
Theatherbesuch oder andere Veranstaltungen,  wo es auf Mimik und Gestik
ankommt gilt es, sich in eine der ersten Reihen zu setzen -
und auch das Fernglas nicht vergessen !!! 
Dieses wichtige Gerät ist auch beim Besuch von Kunstausstellungen u.a.
einfach unentbehrlich !!!
Hier müssen dann schon einmal die teuren Karten in den vorderen Reihen her 
oder der Besuch solcher Veranstaltungen muß aus finanziellen Gründen stark reduziert werden.
Auch kann man mit dem Fernglas nie wie mit den Augen die gesamte Szene komplett beobachten, sondern immer nur einzelne Personen oder Gesichter 
herausholen oder "verfolgen".
Bei sehr "bewegten" Aufführungen wird so ein Theatherbesuch zu einer 
äußerst anstrengenden und ermüdenden Angelegenheit ! 
Hier fehlt der gerechte soziale Ausgleich !

Liebe Mitbürger : Verzichten Sie bitte auf  "gute Ratschläge" !
Diese Behinderung  bringt  für viele ganz enorme seelische Belastungen mit 
sich,  welche sich zumeist auf die Ungewißheit der zukünftigen Entwicklung der Krankheit hinsichtlich einer Verschlechterung oder Blindheit beziehen.

Ein schwieriges Thema und eine ganz enorme seelische Belastung ist auch
immer wieder die Auffassung und der wohlgemeinte Rat vieler Mitbürger,
daß man heute angeblich fast alles operieren oder behandeln könne.

Oft werden Berichte über operative Möglichkeiten bei anderen Augenkrankheiten
von den Zuhörern einfach auch auf die MD/RP "übertragen" oder es geht 
in den  Berichten um Zukunftsentwicklungen, welche vom Zuhörer dann als 
bereits gängige Praxis aufgefasst werden. 
Wohlgemeinte Ratschläge und versteckte Hoffnungen wie:
"Ich habe da neulich im Fernsehen gesehen daß man ......"-
"Du mußt Dich dringend darum kümmern - da kann man etwas machen !!."
Solche Ratschläge sind keine Hilfe !  - Im Gegenteil !
Solche nett gemeinten Hinweise hören sich immer wieder so an, als ob die Betroffenen selbst ja "überhaupt keine Ahnung" davon hätten, was heute 
alles möglich ist.

Auch der Rat, daß vielleicht ein geheimes, indisches Tantra-Ritual oder 
ein alter afrikanischer Voodoo-Kult, der Feuertanz eines indianischen
Medizinmannes helfen  würde; daß irgend ein ceylonesischer 
Schlangenbeschwörer gute "Behandlungserfolge" hatte, daß das 
Auflegen von Augenachat, Tigerauge  oder Helitrop-Steinen  in einer 
Neumondnacht oder daß ein oberbayrisches Kräuterweiblein mit der
Fähigkeit des Warzenbesprechens mit einer speziellen Kräutertinktur 
bestimmt auch hier helfen könne -
solche nett gemeinten Hinweise sind leider auch keine Hilfe !

Fachlicher Rat ?  -  Nur vom Fachmann !
Jeder erfahrene Augenarzt ist darauf bedacht, sich ständig über den Stand  von Forschung, Entwicklung und über den derzeitigen Stand der Medizin auf dem 
Laufenden zu halten und er ist auch darüber informiert, welche Operations- 
oder Behandlungsmethoden als anerkannte und sichere Behandlungsmethode 
dienen, um dem Patienten zu helfen !
Wer sich trotzdem  an  unabhängiger und kompetenter Stelle über den
derzeitigen Fortschritt 
erkundigen möchte, der richte sich bitte an die im 
Adressen-Verzeichnis 
benannten Organisationen.
z.B.:
PRO-RETINA - Zeitung (vierteljährlich) "RETINA-AKTUELL"

Home
Neu ?
Fragen ?
Chat´s
Kontakt
Shops
Exkurs
Berlin
Bilder
Buddha
China
Drachen
Gedichte
Japan
+ Kreativ +
+ Malen +
Steine
Exkurs
.