Anleitungen zu Malen. Künstler-Farben, Pinsel, Papiersorten, Anleitungen

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Künstler-Farben : Alles über Farben für die Malerei.
Acryl, Aquarell, chinesische Malerei,
Crayon-Technik, Kohle, Kreide, Öl, Rötel
und für andere Maltechniken.
Abdecken, Beizen, Brandschutz !
© Copyright: Texte und  Bilder ©
Farbmischung

Warum gibt es so viele Arten von Farben ?
Künstler-Farben, das sind Farbpigmente, die durch Bindemittel  zu einer malfertigen Farbe gebunden werden. Die Farbpigment, ihre Zusammensetzung, Feinkörnigkeit oder Grobkörnigkeit, sowie die Art und Beschaffenheit der Bindemittel bestimmen Leuchtkraft, Glanz oder Mattigkeit , Einsinken in den Untergrund oder Anhaften auf dem Malgrund, Transparenz, (optische) "Leichtigkeit" oder "Schwere"; ja einfach alles, was den besonderen Charakter eines farbigen Auftrages ausmacht. Sie bestimmen somit neben der Beschaffenheit und Struktur des Malgrundes und der Art des verwendeten Malgerätes ganz entscheidend die optische Gesamtwirkung eines Bildes.

Was braucht man für den Anfang ?
Als Anfänger sollte man verschiedene Arten der Malerei ausprobieren. Ich empfehle das Malen mit Acryl- und Aquarellfarben, sowie das Zeichnen mit Rötel, Kreide Kohle und Graphitstift.
Geringe Kosten - viele Techniken ! :
Dabei sollte man die Sortierung des Materials so wählen, daß man mit möglichst wenig Material (und Kosten) möglichst viele Techniken abdecken kann.
Meine Empfehlung:
Tuben-Acryl-Farbe 12  bis 18 verschiedene Farben.
Tuben-Aquarell-Farbe 12  bis 18 verschiedene Farben.
Multifunktions-Aquarellpapier, ca. DIN A4, verschiedene Sorten und Strukturen.
Zeichenkarton, DIN A4, 190 g/qm, holzfrei, weiß 
Aquarellpinsel,  rund, je 2 Stk. Größe 2,4,6,10, Ponyhaar
Borstenpinsel, flach,  je 2 Stk. Größe 8 und 12, Naturhaar.
Sortimentkasten: Künstler-Zeichenstifte: monochrom  z.B. "Rembrandt"  Sortimentkasten (Metalletui); für verschiedene Maltechniken: (Kohle, Kreide, Rötel, Trois Crayons) mit den Materialien: 
Kohle, Carbon, Graphit-Aquarell-Kohle, Schwarzkreide, Rötel (hell, mittel, dunkel), Sepia, Schwarzkreide, Weißkreide, Titanweiß.

Für das Experimentieren:
Kunstdruckpapier, DIN A4, verschiedene. Farben
schwarzes Papier o. Karton
2-Seiten-Papier, DIN A4
farbige China-Tusche, Reibstein. China-Pinsel-
Aquarellpinsel, rund, Größen: 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12  z.B. aus hochwertigem Ponyhaar möglichst mit mit nahtloser Metallzwinge.
 Geschenkkarten-Karton:
Das sind vorgefertigte, gefaltete reinweiße Kartons in Postkarten- oder Briefumschlag-Format A6, C6 oder größer. Auf diese Kartons kann man direkt Zeichnen, Skizzieren oder Malen. Es lassen sich darauf aber auch verschiedene Drucktechniken die Embossing- oder Collagentechniken (z.B. Trockenblumen) ausführen oder man kann kleine fertige Aquarelle, Bilder, Fotos usw. darauf befestigen. 

Allgemeines :
Was sind "Mal-Farben" oder "Künstler-Farben"?
Grundsätzlich bestehen alle Farben aus Farbpigmenten, die entweder mit einem Bindemittel gebunden werden oder in einem Lösungsmittel gelöst werden.
Erst durch die Zugabe dieser Mittel entsteht aus den Farbpigmenten eine streichfähige "Wasser"-Farbe, Leim-Farbe, Kalk-Farbe, Öl-Farbe, Acryl-Farbe usw.. 

Dabei nehmen Emulsions-Farben (z.B. Tempera) Dispersions-Farben (z.B.
Acryl-Farben) hinsichtlich der Durchmischung von Farbpigmenten und einem Bindemittel bzw. Lösungsmittel eine besondere Stellung ein. Es gibt aber auch Farben, die trocken aufgetragen werden wie .Aquarell-Stif, Bleistift", Buntstift, Kreide, Rötel, Kohle usw. 


Grundfarben und Mischfarben:
Die 3 Grundfarben: 
Die Grundfarben sind rot, gelb und blau. Alle anderen Farben Mischfarben, die aus diesen (reinen !) Farben entstehen.
Die Grund-Mischfarben.
Die die Mischung von 2 (reinen !) Grundfarben in gleichgroßen Anteilen entstehen die 3 Grund-Mischfarben:
Rot + Gelb = orange
Rot + Blau = violett
Blau + Gelb = Grün
Mischfarben:
Durch ungleiche Anteile entstehen abgestufte Gund-Mischfarben (zb: Blaugrün, grünblau, violett usw.) während alle anderen Farben Mischfarben aus weiteren Mischungen entstehen!
Keine Angst vorm Farben mischen !
Da sowohl bei dem Mischen von Farben mit dem Pinsel, aus der Tube oder im Näpfchen nicht genau zu definierende Mengenanteile genommen werden, entstehen stets immer wider neue, interessante Farben. Dieses eigene Anmischen ist eine sehr spannende und erfahrungsreiche Angelegenheit. Auch durch das Verdünnen einer Grundfarbe entstehen neue Farbschattierungen.
Anlegen eigener Farbtabellen und Farbtafeln.
Man teilt einen weißen Zeichenkarton in entsprechend große Quadrate oder Rechtecke. In diese Rechtecke malt man die neu gemischen Farben und beschriftet sie später mit den Angaben der gemischten Farben.
Beginnen sollte man aber zunächst damit, daß man sich eine Grundfarbe in einem kleinen Gefäß satt mischt und in das erste Feld einträgt. Dann wird eine geringe Menge Wasser in das Gefäß gegeben und die Farbe wird so verdünnt. Nach dem Trocknen des ersten Feldes wird nun das zweite Feld ausgefüllt und so verfährt man weiter, bis die Farbe nur noch ein feiner Hauch ist.

Was sind RAL-Farben ? Siehe RAL-Seite !


Licht-Beständigkeit ("Lichtechtheit") und "Verblassungs-Beständigkeit"  von Farben.
Bilder, Fotos und andere Kunstwerke sollten nie in der prallen Sonne aufgehängt oder ausgestellt werden, da gerade der ultraviolette ("UV")-Lichtanteil jede Farbe verblassen läßt. Das Verblassen tritt aber auch durch die Luft ein. Ursache hierfür ist  der Anteil von Sauerstoff und Ozon. Das gilt sowohl für reine Naturfarben, als auch für chemische Farben, obwohl es insgesamt je nach Qualität sehr starke Unterschiede gibt. Es gibt auch keine Beschichtung, die gegen das Verblassen helfen könnte. Diese Deckschichten würden auch die Natürlichkeit der Materialien und der schöne optische Wirkung (z.B. bei Bütten, Torchon u.a.) zunichte machen. 
Was hilft ?: Achten Sie bei den Farben auf eine gute Qualität und eine hohe Lichtbeständigkeit. 


Abdeck-Gummi, Maskierier-Folie, "Maskiergummi", Gummi arabicum, Rubbel-Gum 
In der Aquarellmalerei ist es, zumal in der "Naß in Naß-Technik" nicht möglich scharf begrenzte weiße Stellen "stehenzulassen". Solche Stellen muß man vorher abdecken. Abdeck-Gummi, Maskiergummi" oder Rubbel-Gum ist "Gummi arabicum", eine natürliche, gummiartige Masse, die in flüssiger Form aufgetragen wird und nach der Farbgestaltung wieder "abgerubbelt wird. Abdeck- oder Maskier-Folie ist eine selbsthaftende Adhäsions-Folie, mit der gerade, scharfe Kanten erzeugen oder flächenhaft abdecken kann.

Acryl-Farbe; siehe:  Die  Acryl-Seite
Diese Farbe zeichnet sich durch eine hohe Leuchtkraft, eine samtartigen Glanz, durch Wischfestigkeit, Lichtbeständigkeit, Alterungsbeständigkeit (vergilbungsfrei, kein "Nachdunkeln" ) und Flexibilität aus. Sie läßt sich sowohl dickschichtig deckend, wie auch dünnschichtig und sehr transparent auftragen.
Empfohlene Papiere: Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.

Aquarell-Farben
Wie die (Schul-)Deckfarben, so ist auch die Aquarell-Farbe eine "Wasserfarbe"; denn sie ist wasserlöslich. Im Gegensatz zur Deckfarbe liefert sie schöne, zarte, durchscheinende Farbschichten, was den besonderen Reiz dieser Farben ausmacht. 
Siehe : ausführliche Aquarell-Seite
Empfohlene Papiere: Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.

Aquarell-Stifte
Es gibt Aquarell-Farben auch in Form von Stiften. Das sind besondere Buntstifte aus Holz mit einem Farbkern . Mit diesen Farben lassen sich Striche und Konturen zeichnen, aber auch ganze Flächen mit Farbe anlegen. Der besondere Effekt besteht darin, daß man anschließend diese Flächen und Konturen ganz oder teilweise mit Wasser verwischen kann. Dadurch kann man besondere gestalterische Wirkungen erzielen. Im Gegensatz dazu sind normale Buntstifte zwar auch wasserlöslich, verschmieren oder "krümeln" jedoch beim Versuch, die Farbschichten mit Wasser zu behandeln.
Empfohlene Papiere: Bütten-Papier, "Kreide-Papier", Struktur-Papiere, Tonkarton.

Aquarell-Tusche
Eine transparente, dünnflüssige Tusche, die man in kleinen Gläsern kaufen kann. Sie ergibt sehr schöne, farbintensive, transparente Farbschichten.
Empfohlene Papiere: Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.

"Auszieh-Tusche" (Scriptol-Tusche)
Das ist eine kräftig schwarze, zumeist wasserunlöslich e Tusche für die europäische Form der Kaligraphie (Schönschrift), welche jedoch nicht mit der chinesischen Kaligraphie zu verwechseln ist, die ausschließlich mit dem Pinsel ausgeführt wird.
Empfohlene Papiere: Aquarell-Papier, Struktur-Papiere, glatter Karton, Tonkarton.

Beize(normalerweise zur Holzbehandlung)
Eine Beize ist eine wässrige Lösung (Lasur), die sehr gut in 
die Oberfläche eindringt. Die zu farbenden Teile werden 
darin eingelegt oder sie werden satt mit dem Pinsel bestrichen.
Helle Weichhölzer kann man mit Beize in Farbtönen beizen, die
and
eren Holzarten entsprechen. Man kann aber auch Papier oder Karton in Farb-Beizen einlegen und so recht gleichmäßig
einfärben. Auch um Hölzer und andere brennbare Stoffe 
schwer entflammbar zu machen, kann man die Beiz-Technik 
anwenden. (siehe "Brandschutz")
Empfohlene Papiere: Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.

Hinweis: Den Farbton "Bister" gibt es heute wieder als "Rötel-Stift" (tonerdehaltige, geprepßte Farbe). Von der Zusammensetzung her ist diese Material nicht identisch mit dem hier beschrieben historischen "echten Bister".
Bister (franz., maskulin)
Eine braunschwarze Tusche aus Buchenholzruß zum Lavieren von Zeichnungen.
Siehe : ausführliche Bister-Seite.

Bleiweiß
Ein früher häufig gebrauchtes Farbpigment, das ein besonders kräftiges und intensives Weiß liefert. Bleiweiß ist ein reines Bleioxid und damit wie alle Bleiverbindungen sehr giftig (Bleivergiftung). Ein weiterer Nachteil ist, daß es an der Luft durch die Einwirkung von Schwefel-Verbindungen allmählich nachdunkelt. Heute sollte man Bleiweiß aufgrund seiner Giftigkeit nicht mehr verwenden.

"Bleistift"; siehe auch : (Graphit-Stifte)
Diese Stifte müßten heute eigentlich Graphit-Stifte heißen. Früher waren das wirklich Stifte aus reinem Blei oder Holzstifte mit einer "Seele" aus Blei. Da Blei jedoch sehr giftig ist, benutzt man schon seit langer Zeit kein Blei mehr. Das Blei wurde zunächst durch Silber ersetzt und seit etwa 160 Jahren durch Graphit. Graphit ist ein reines Naturmaterial und besteht aus kristallinem Kohlenstoff. In reiner Form ist Graphit sehr weich. Durch die Zugabe von mehr oder weniger hellem Ocker (Tonerde = natürliches Aluminium-Silikat) entstehen durch Brennen harte (H6....H1), mittlere (HB)oder weiche (B1....B6) "Bleistift-Minen". Graphit-Stifte kann man nicht nur zum schnellen Skizzieren und Entwerfen verwenden. Heute sind reine "Bleistift-Zeichnungen" kaum noch üblich, da man diesen immer einen e Art von "Entwurfs-Charakter" beimißt. Dabei wird aber die zauberhafte optische Wirkung solcher Zeichnungen verkannt, die durch den schönen matten Glanz des Naturmaterials entstehen. Besonders Zeichnungen, welche mit weichen Graphit-Stift gefertigt wurden müssen nach der Fertigstellung fixiert werden, da sie sonst verwischen. Graphit-Stifte gibt es auch als Minen, die in einem Druckstift angewendet werden, oder als "Dünnstrich-Minen", die eine Strichstärke liefern, die der hauchdünnen Minenstärke entsprechen. Heute werden Bleistift-Zeichnungen kaum noch als eigenständige Bilder angefertigt. Der Stift gilt heute nur noch als Mittel zum schnellen Skizzieren oder Entwerfen. Jedoch ist das richtige Zeichnen mit Bleistift eine sehr hohe Kunst zumal das Material über eine überaus reiche Palette von Grautönen verfügt. Man kann damit lockere und beschwingte Striche führen, die weich und sanft sein können aber auch scharfkantig und bestimmen. Neben den unterschiedlichen Härten gibt es eine Bandbreite von Qualitäten. Für den Anfänger empfiehlt sich eine kleine Auswahl von mittelweichen und weichen Stiften in guter, mittlerer bis besserer Qualität. 

Brandschutz-Anstrich 
Wer im öffentlichen Bereich ausstellt, der muß auch auf den vorbeugenden Brandschutz achten. Es dürfen nur Stoffe verwendet werden, die sinngemäß den Schutzklassen nach  DIN4102 "Brandverhalten von Baustoffen" entsprechen.
Das gilt für alle verwendeten Materialen. Für Hölzer gibt es fertige Brandschutz-Anstriche, z.B für Bilder-Rahmen.. (Achtung ! bei Collagen !). Für alle anderen Materialien muß man ggf. Brandversuche machen, doch dazu gehört eine Menge Erfahrung.
Mit speziellen Anstrichen werden leicht brennbare Materialien bestenfalls "schwer entflammbar". Eventuell hilft die örtliche Feuerwehr (Abteilung "vorbeugender Brandschutz") mit Ratschlägen und Hinweisen. Bei größeren Ausstellungen ist
auch eine Ortsbesichtigung mit dieser Abteilung ratsam.
Empfohlene Papiere: Für Papier und Karton jeder Art, Textilien jeder Art.

Buntstift
Das sind Farbstifte, die wie ein Graphit-Stift ("Bleistift") aufgebaut sind, jedoch mit einer bunten Mine. Die Buntstifte sind wasserlöslich, jedoch selten als Aquarell-Stifte zu gebrauchen, da die feuchten Stifte meist schmieren oder "krümeln". Mit Buntstiften lassen sich schöne wirkungsvolle Zeichnungen anfertigen. Auch für die "Mischtechnik" gibt es viele interessante Anwendungsmöglichkeiten.
Es sind jedoch die besseren Qualitäten zu empfehlen !
Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Bütten-Papier, "Kreide-Papier", Struktur-Papiere, Tonkarton.

Cadmium-Gelb
Ein sehr kräftiges, leuchtendes Gelb, das auf Cadmium- Verbindungen .(Oxid, Sulfid) basiert. Alle diese Verbindungen sind giftig. Daher sollte Cadmium nicht mehr verwendet werden. Allerdings tragen oft auch cadmiumfreie Farben immer noch die alte Bezeichnung "Cadmium-Gelb". Das macht es für den Verbraucher nicht einfach. Die korrekte Bezeichnung müßte z.B. "Intensiv-Gelb (cadmiumfrei)" lauten.

Chinesische Tuschfarbe
Das sind zu harten Riegeln gepreßte Farben, die unter Zugabe von Wasser in einer speziellen Reibmulde aus Stein (Schiefer) "angerieben" werden. 
Siehe : Spezial-Seite : Die traditionelle chinesische Malerei.
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Empfohlene Papiere: Reispapier, Bambus-Papier, Nepal-Papier, Japan-Papier, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere

Crayon (französisch "Kreide")
Die französische "Crayon" gilt als besonders feine und hochwertige Kreide.
"TROIS CRAYONS" : siehe eigene Seite !

Chromdioxid-Grün
Ein sehr kräftiges, leuchtendes Grün, das auf Chromdioxid basiert. Viele Chrom-Verbindungen sind giftig.
Daher sollten diese Farbpigmente nicht mehr verwendet werden. Allerdings tragen oft auch chromfreie Farben immer noch die alte Bezeichnung "Chromdioxid-Grün". Das macht es für den Verbraucher nicht einfach. Die korrekte Bezeichnung müßte z.B. "Intensiv-Grün (chromfrei)" lauten.

Deckfarbe
Eine gut deckende Wasserfarbe, die man üblicherweise nicht oder nur sehr eingeschränkt für die Aquarell-Malerei verwenden kann, da sie schlechte Fließeigenschaften hat. 
Empfohlene Papiere: Reispapier, Bambus-Papier, Nepal-Papier, Japan-Papier, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.
Dispersions-Farbe

Eine Dispersion ist das Gemisch von festen und flüssigen Bestandteilen zu einer Masse. Das ist grundsätzlich nur in wenigen Fällen möglich, da sich die feste Substanz immer absetzen wird. Bei einer Dispersion können zusätzlich spezielle Bindemittel hinzu, welche die festen Bestandteile in einer gitterartigen Struktur "einschließen" und so das "Absetzen" verhindert.
Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Tonkarton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.

Ei-Tempera
Im Mittelalter eine sehr beliebte Farb-Emulsion, von geheimgehaltener Zusammensetzung. Man erreichte damit sehr schöne, transparent wirkende Farbschichten.

Emulsion, Emulsions-Farben
Ein Gemisch von zwei unterschiedlichen Substanzen, die sich üblicherweise nicht mischen lassen (z.B. Öl und Wasser). Durch kräftiges Rühren und eventuell durch 
die Zugabe eines sogenannten Emulgators oder durch weitere Zusatzstoffe entsteht dann eine pastöse oder cremige Masse.

Farbpigmente:
Farbpigmente das sind feine Partikel von färbenden Materialien. Früher wurden dafür farbige Erden, Gesteine, Mineralien oder Pflanzen verwendet (Krapp, Henna), aber auch tierische Farbstoffe wie z.B. die Farbe des Tintenfisches oder das Blut von Schidläusen (Purpur). Auch wenn es heute viele synthetische Farben gibt, sind die meisten Farben auch heute noch Metalloxide oder andere Metallverbindungen.

Fett-"Kreide"
Der Begriff "Kreide" wird hier eigentlich fälschlich gebraucht, denn diese Farbe enthält keine Kreide, es sind runde oder eckige Stangen, bei denen die Farbpigmente mit Fett- Öl- oder wachsartigen Stoffen gebunden werden . (siehe Kreide). Fettkreide wird zum Anfertigen von Lithographie n verwendet. Dazu wird entweder seitenrichtig auf Papier gemalt (der Drucker fertigt daraus eine Stein-Druckplatte) oder seitenverkehrt auf eine geschliffene und polierte Platte aus "Solnhofner Schiefer" (Plattenkalk).
Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.
siehe: Papier- und Textil-Sorten (Papier.htm)

Fixativ, Fixierung, Fixierspray
Alle fertigen Zeichnungen, deren Farbauftrag verwischt werden kann("Bleistift", Graphit, Kohle, Kreide, Rötel usw.) sollten durch Fixieren gesichert werden. Das gilt vor Allem, wen diese Zeichnungen hin und wieder im Original vorgezeigt werden oder gestapelt gelagert werden (Gefahr des "Abdrückens). Fixativ, das ist ein matter, dünner Auftrag aus "Klarlack", der weder kleben, noch vergilben darf. Er darf das Papier oder die Farbe nicht angreifen oder verändern.
Es gibt eine große Vielfalt der unterschiedlichsten Fixative für die unterschiedlichsten Maltechniken, aber auch verschiedene Sorten von Kombisprays, die für mehrere Techniken geeignet sind . 
Meine Empfehlung: Ein hochwertiges, umweltfreundliches  Kombi - Fixativspray. Die 400 ml ist preisgünstiger und wesentlich ergiebiger !

flammensicherer Anstrich für Holz, Papier u.s.w. Brandschutz

Graphit-Stifte, heute immer noch fälschlich "Bleistift" genannt.
Diese Stifte heißen heute leider immer noch "Bleistifte", obwohl sie seit dem 14. Jahrhundert in der "neuen" Form im Gebrauch sind.. Früher waren das wirklich Stifte aus reinem Blei oder Holzstifte mit einer "Seele" aus Blei. Da Blei jedoch sehr giftig ist, benutzt man schon seit langer Zeit kein Blei mehr sondern Graphit. Graphit ist ein reines Naturmaterial und besteht aus kristallinem Kohlenstoff. In reiner Form ist Graphit sehr weich. Durch die Zugabe von mehr oder weniger hellem Ocker (Tonerde = natürliches Aluminium-Silikat) entstehen durch Brennen harte (H6....H1), mittlere (HB) oder weiche (B1....B6) "Bleistift-Minen". Graphit-Stifte kann man nicht nur zum schnellen Skizzieren und Entwerfen verwenden. Heute sind reine "Bleistift-Zeichnungen" kaum noch üblich, da man diesen immer einen e Art von "Entwurfs-Charakter" beimißt. Dabei wird aber die zauberhafte optische Wirkung solcher Zeichnungen verkannt, die durch den schönen matten Glanz des Naturmaterials entstehen. Besonders Zeichnungen, welche mit weichen Graphit-Stift gefertigt wurden müssen nach der Fertigstellung fixiert werden, da sie sonst verwischen. Graphit-Stifte gibt es auch als Minen, die in einem Druckstift angewendet werden, oder als "Dünnstrich-Minen", die eine Strichstärke liefern, die der hauchdünnen Minenstärke entsprechen.
Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.
siehe: Papier- und Textil-Sorten

Guache
Eine deckende "Wasserfarbe", die zusätzlich Deckweiß und etwas Gummi arabicum enthält. Die Guache liefert weniger kräftige, aber sehr sanfte und unaufdringliche Farben. (z.B. zur Darstellung von zarten Rosenblüten oder anderen Blumen oder für Porträts).
Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.
siehe: Papier- und Textil-Sorten

Kalkfarbe
Diese wurde früher für Wandanstriche oder für die Fresco-Malerei benutzt. Für das Gestalten von Bildern ist sie nicht geeignet, da nur glatt verputzte Wände ein geeignete Malgrund sind und da die Farben einen matten grauen oder weißlichen Grundton haben.

Kohle / Kohlestifte
Hier handelt es sich um Holzkohle von bestimmten Weichholz-Sorten oder um gepreßte Stifte, die aus natürlicher Holzkohle gewonnen werden.
Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.
siehe: 

Kreide:  siehe : Die "Kreide-Seite" !  (Kreide.htm)
Ein natürlich vorkommendes Gestein (kohlensaurer Kalk). Richtige Kreide ("Schulkreide") ist sehr weich und wird daher in dieser Form üblicherweise nicht zum Malen genommen. Pastell-kreiden und Rötel-Kreiden erhalten durch Zusätze (z.B. Tonerde = Aluminium-Silikat) eine etwas festere Beschaffenheit. 
Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.
siehe: 
Papier- und Textil-Sorten (Papier.htm)

Leimfarbe
Diese werden in der Malerei nur für ganz spezielle Maltechniken verwendet. (z.B. Fresko).

Maskierier-Folie, "Maskiergummi", Abdeck-Gummi, Gummi arabicum, Rubbel-Gum 
In der Aquarellmalerei ist es, zumal in der "Naß in Naß-Technik" nicht möglich scharf begrenzte weiße Stellen "stehenzulassen". Solche Stellen muß man vorher abdecken. Abdeck-Gummi, Maskiergummi" oder Rubbel-Gum ist "Gummi arabicum", eine natürliche, gummiartige Masse, die in flüssiger Form aufgetragen wird und nach der Farbgestaltung wieder "abgerubbelt wird. Abdeck- oder Maskier-Folie ist eine selbsthaftende Adhäsions-Folie, mit der gerade, scharfe Kanten erzeugen oder flächenhaft abdecken kann.
Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.

nicht brennbarer Anstrich für Holz, Papier u.s.w.

Ölfarben
Dieses Thema finden Sie auf einer eigenen Seite.

"Öl-Kreide"
Der Begriff "Kreide" wird hier eigentlich fälschlich gebraucht, denn diese Farbe enthält eigentlich keine Kreide. Es sind runde oder eckige Stangen, bei denen die Farbpigmente mit Fett- Öl- oder wachsartigen Stoffen gebunden werden . (siehe Kreide). Fett- und Ölmalkreiden oder Wachsmalstifte sind bei Kindern sehr beliebt, da gerade der Anteil an "Schierstoffen" die Farben kräftig leuchten läßt. Fettkreide wird zum Anfertigen von Lithographie n verwendet. Dazu wird entweder seitenrichtig auf Papier gemalt (der Drucker fertigt daraus eine Stein-Druckplatte) oder seitenverkehrt auf eine geschliffene und polierte Platte aus "Solnhofner Schiefer" (Plattenkalk).

Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.


Pastell, Pastell-Stifte, siehe: "Kreide"

Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Bütten-Papier, "Kreide-Papier", Struktur-Papiere, Tonkarton.



Perltusche:
1. China-Tusche:
Die einst so hochwertige "braune" chinesische "Perltusche" trug am reich verzierten 
Knauf eine echte Perle. Das war keine aufwendige Dekoration, vielmehr entsprach 
diese kostbare Verzierung dem Wert dieses hochwertigen Materials. Die Perltusche
wurde in einem sehr aufwendigen handwerklichen Verfahren aus Kampferöl oder aus  anderen hochwertigen und wohlriechenden Ölen   gewonnen.
2. moderne Flüssigtusche:
Marken- oder Produktbezeichnung für moderne, europäische Flüssigtusche. Diese Bezeichnung ist ein frei gewähltes Prädikat, das jedoch nichts mit der "echten", traditionellen  "Perltusche" zu tun hat.

Wachsmalstifte: siehe Fettkreide.

Rötel = roter Erdton
"Rötel" : siehe eigene Seite ! - sehr ausführlich !

"Rubbel-Gum", Abdeck-Gummi, Maskierier-Folie, "Maskiergummi", Gummi arabicum 
In der Aquarellmalerei ist es, zumal in der "Naß in Naß-Technik" nicht möglich scharf begrenzte weiße Stellen "stehenzulassen". Solche Stellen muß man vorher abdecken. Abdeck-Gummi, Maskiergummi" oder Rubbel-Gum ist "Gummi arabicum", eine natürliche, gummiartige Masse, die in flüssiger Form aufgetragen wird und nach der Farbgestaltung wieder "abgerubbelt wird. Abdeck- oder Maskier-Folie ist eine selbsthaftende Adhäsions-Folie, mit der gerade, scharfe Kanten erzeugen oder flächenhaft abdecken kann.

Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere


schwer entflammbarer Anstrich für Holz, Papier u.s.w.
siehe: Brandschutz.

Scriptol-Tusche, "Auszieh-Tusche"
Das ist eine kräftig schwarze, zumeist wasserunlöslich e Tusche für die europäische Form der Kaligraphie (Schönschrift), welche jedoch nicht mit der chinesischen Kaligraphie zu verwechseln ist, die ausschließlich mit dem Pinsel ausgeführt wird.

Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.


Tempera, Temperafarbe
Das ist eine Emulsions-Farbe. Eine Emulsion ist ein Gemisch von zwei unterschiedlichen Substanzen, die sich üblicherweise nicht mischen lassen (z.B. Öl und Wasser). Durch kräftiges Rühren und eventuell durch 
die Zugabe eines sogenannten Emulgators oder durch weitere Zusatzstoffe entsteht dann eine pastöse oder cremige Masse. Ei-Tempera war Im Mittelalter eine sehr beliebte Farb-Emulsion, von geheimgehaltener Zusammensetzung. Man erreichte damit sehr schöne, transparent wirkende Farbschichten. Jeder Hersteller hat sein eigenes Rezept für Tempera-Farben. Oft werden aber auch andere Mischungen als Tempera verkauft, die von ihrer Zusammensetzung her diese Bezeichnung eigentlich nicht tragen dürften. Die eigene Herstellung von Tempera ist aber äußerst schwierig. Es lohnt sich nicht, dieses Wagnis einzugehen, Daher empfehle ich die Beschaffung in einem entsprechenden Fachgeschäft.

Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.


Trois Crayons - "Drei Kreiden", siehe Crayon

Tusche : siehe Aquarell-Tusche

historische Tinten und Tuschen:
Bister gehört zu den historischen, schwarzen Tinten und Tuschen:
 
Bister : braune Rußtinte aus Holzruß (Kaminruß)
Gallustinte  :Tinte aus Galläpfeln
Tinte : Tinte aus dem Tintenbeutel der Sepia 
Tusche  : schwarze Rußtinte (aus Lampenruß) 
"braune", China-T. : Ölruß z.B. Petroleum-Ruß, Rapsöl-Ruß : 
"Chazumi" . dito: japanische Flüssigtusche
"blaue", China-T. : Stangen-Kiefernholz-Tusche : 
"Aozumi" : dito: japanische Tusche


Wachs-Malstifte oder Öl-Kreide wird zum Anfertigen von Lithographie n verwendet. Dazu wird entweder seitenrichtig auf Papier gemalt (der Drucker fertigt daraus eine Stein-Druckplatte) oder seitenverkehrt auf eine geschliffene und polierte Platte aus "Solnhofner Schiefer" (Plattenkalk).

Empfohlene Papiere: Zeichen-Karton, Ton-Karton, Aquarell-Papier, Struktur-Papiere.


Wasserfarbe
Das ist ein Sammelbegriff für alle wasserlöslichen Farbe wie z.B. Aquarell-Farben, Deckfarbe, Guache.

Zinnober-Rot
Ein früher häufig gebrauchtes Farbpigment, das ein besonders kräftiges und intensives Rot liefert. Zinnober ist reines Quecksilber-Sulfid und damit wie Viele Quecksilber-Verbindungen sehr giftig (Qucksilber-Vergiftung).. Heute sollte man "echtes" Zinnober-Rot aufgrund seiner Giftigkeit nicht mehr verwenden. Allerdings tragen oft auch quecksilberfreie Farben immer noch die alte Bezeichnung "Cadmium-Gelb". Das macht es für den Verbraucher nicht einfach. Die korrekte Bezeichnung müßte z.B. "Intensiv-Rot (quecksilberfrei)" oder "Zinnober-Rot (quecksilberfrei)" lauten, .wenn man den typischen Farbton "Zinnober" damit zum 
Ausdruck bringen möchte.

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