Lotos oder Padma
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Lotus oder Lotos ?
Padma die edle Lotosblume
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Vorwort:

Der Lotos gilt bei vielen Kulturen als die edelste aller Pflanzen, weil sie ihre kreisrunden Blätter und Blüten weit über den Schlamm und das trübe Wasser hinausheben. Von den reinen Blütenblätter tropft das Wasser und reinigt ich so selbst. In der in der modernen Technik wird dieser „Lotos-Effekt“ für selbstreinigende Oberflächen genutzt. In der botanischen Geschichte gab es einige Verwirrungen um die Schreibweise Lous oder Lotos.
Immer wieder wird fälschlicherweise die Schreibweise Lotus (Hornklee) für die edle Pflanze benutzt. Im Hinduismus und Buddhismus sitzen die Götter, Buddhas und Bodhisattvas im Lotos-Sitz auf einem Lotosblüten-Thron. Hier erfahren sie (fast) alles über den Lotos. 
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Lotus oder Lotos ? - Padma die edle Lotosblume.
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..01. Die botanische Systematik der Lotos-Gewächse:
..02. Die „Lotos-Blume“ der Ägypter
..03. Die „Lotos-Blume“ der Griechen
..04. Lotos oder Lotus ?
..05. Ist der  Rennwagen LOTUS nur eine  "Spargelbohne"  ?
..06. Die „normalen“ Seerosen und Teichrosen
..07. Padma, die „edle Lotosblüte“; die „Königin der Seerosen“
..08. Der indische Lotos im Hinduismus
..09. Die Früchte des Lotos; die „Speise der Götter“
..10. Der Lotos als Heilpflanze
..11. Lotos - "der Unbefleckte", Reine und der Lotoseffekt
..12. Die botanischen Padma-Sorten in der buddhistischen Kunst
..13. Eine Lotosblüte als Thron
..14. Im Lotossitz auf seinem "Lotosthron"
..15. Eine Lotosblüte als Symbol - Zen - die "Lehre ohne Worte"
..16. Padmasambhava, "der aus dem Lotos geborene"
..17. Om mami padme Hum !  Gelobt sei das Juwel im Lotos !
..18. Die Astamangala Glücks-Göttin Padma Devi
..19. Tara: "Aus einer Träne des Mitgefühls"
..20. Der Lotos als Erkennungszeichen in der buddhistischen Kunst
..21. "Lotos und Kolibri". Eine Tuschemalerei von Qi Bai shih
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01. Die botanische Systematik der Lotos-Gewächse:

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Der eigentliche „Heilige indische Lotos“ ist die Gattung Lot0s (Nelumbo) mit den zwei Arten Indischer Lotos (Nelumbo nucifera) und Amerikanischer Lotos (Nelumbo pentapetala oder Nelumbo lutea). Die Gattung Nelumbo ist die einzige Gattung in der Familie der Lotosgewächse (Nelumbonaceae).
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Unterabteilung: 
Abteilung: 
Klasse:
Ordnung: 
Familie: 
Gattung: 
botanischer Name: 
Arten:
Indischer Lotos
weißer Indischer Lotos 
Roter Indischer Lotos 
Blauer Indischer Lotos 
Blauer indische Patala
Amerikanischer Lotos
Samenpflanzen (Spermatophyta)
Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Proteales
Lotosgewächse:  (Nelumbonaceae)
Lotos, Nelumbium
Nelumbo
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Nelumbo nucifera oder Nelumbo speciosum
Nelumbo alba
Nelumbo rubra
Nelumbo coerulea
Nelumbo cyanea
Nelumbo pentapetala oder Nelumbo lutea (gelb)
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02. Die „Lotos-Blume“ der Ägypter:
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Uto, die ägyptische Göttin des Nil-Deltas und der Fruchtbarkeit wurde ursprünglich als eine Schlange dargestellt, die eine „Lotos-Blume“ auf dem Kopf trägt. Hapi, die Verkörperung des Flusses Nil besitzt eine Krone aus Papyrus-Pflanzen und „Lotos-Blüten“. Er war als Symbol der Ewigkeit und Wiedergeburt ein wichtiges Gestaltungselement. Die Dächer der Paläste und Tempel ruhten oft auf Säulen, deren Kapitelle „Lotos-Blüten“ zeigten. In Gräbern zierten die Blüten und Blätter des „Ägyptischen Lotos“ die Wände oder dienten als bedeutungsvolle Grabbeigabe. In der 4. Dynastie (2.590-2.470 v.u.Z.) wird er in den Inschriften als edle Opfergabe und „Göttergeschenk“ erwähnt.
Die himmelblaue „Ägyptische Lotosblume“ (Nymphea coerulea) und der weiße „Afrikanische Lotos“ (Nymphea lotus) sind am Nil heimisch, gehören botanische jedoch nicht zu den Lotosgewächsen (Nelumbo). Die beiden Nympheen (Seerosen) entfalteten ihre Schönheit immer dann, wenn der Nil Hochwasser trug und dem Land Fruchtbarkeit brachte. Als „Blume des Lebens“, des Überflusses und des Reichtums waren sie Isis, Osiris und dem Gott Horus geweiht.
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03. Die „Lotos-Blume“ der Griechen:

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Die alten Griechen kannten ursprünglich aus Ägypten 3 Lotos-Blumen: Aus Indien hatte man die „Indische Lotos-Blume“ (Nelumbo nucifera / Nelumbum speciosum) eingeführt. Die entwicklungsgeschichtlich ältere Pflanze Nelumbium starb jedoch später in Ägypten aus, da die Standortbedingungen wegen der oft längeren Trockenphasen nicht dem der asiatischen Heimat entsprachen.
Herodot (490-425 v.Chr.) unterschied bereits deutlich zwischen der „Ägyptischen Lotos-Blume“ und dem „Indischen Lotos“. Er schreibt: „Die Frucht des indischen Lotos gleicht einer Wespenwabe und sie enthält eßbare Körner. Diese Körner wurden „Ägyptische Bohnen“ (kyamos aegyptia) genannt. Die historische Botanik belegt ebenfalls, daß zur Zeit des Herodots und des griechischen Dichters Homer alle 3 Seerosen im Ägypten zu finden waren. Der große Dichter hatte im 9. Buch der Odyssee von den Lotophagen, den „Lotos-Essern“ und dem „Baum des Lebens“ gesprochen.
Die Blütenkelche, Samen und die Rhizome („Lotos-Wurzeln“) des „echten“ indischen Lotos (Nelumbo nucifera) sind eßbar und dienten in Indien als „Speise der Götter“, Fürsten (raja) und Könige (maharaja). Wenn es über den große Held Odysseus heißt, daß er an den „lybischen Küsten“ gestrandet war so ist das nicht nach unserem heutigen geographischen Verständnis zu sehen. Mit Lybien wurde oft das sagenhafte Land am Nil umschrieben.
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04. Lotos oder Lotus ?:

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Die Griechen hatten einige Pflanzen, die ihnen edel, schön und „lebensspendend“ galten als „Lotos“ bezeichnet. Die edle und heilige „Indische Lotos-Blume“ Nelumbo ist trotz aller Ähnlichkeit der Namen kaum zu verwechseln mit dem Lotus (dem Hornklee, der "Spargelbohne") aus der Familie der Hornkleegewächse (loteae, Lotusgewächse) zu denen der „Gemeine Hornklee“ (Lotus corniculatus), der „behaarte Wiesen-Hornklee“ (Lotus corniculatus var. hirsutus), der „schmalblättrige Wiesen-Hornklee“ (Lotus corniculatus var. tenuifolius), der „Alpen-Wiesen-Hornklee“ (Lotus corniculatus var. alpinus), der „Sumpf-Hornklee“ (Lotus uliginosus), der „bleichschnäblige Hornklee“ (Lotus berthelotti oder Lotus peliorhynchus und andere gehören.
Doch hat man noch weitere Pflanzen mit dem Namen Lotus belegt. So z.B. die „Wilde Jujube“ oder „Lotus“ (Zizyphus lotus), die „Dattelpflaume“ oder „Lotus“ (Diospyros), den „Zürgelbaum“ oder „Lotus“ (Celtis) und den „Heiligen Lotus“ der alten Ägypter (Nymphea lotus).
Der Verwirrung trat auf, als ehemals griechische Bezeichnungen latinisiert wurden. Die "Weiße Afrikanische" Seerose, auch "Afrikanische Lotos-Blume" oder "Afrikanische Lotus-Blume" genannt (botanisch „Nymphaea lotos“ aus der Familie der Seerosengewächse (Nympeaceae) wurde in der Fachliteratur teilweise in die latinisierte Form (Nymphaea lotus) gebracht. Dieser fehlerhafte Übertragung breitete sich so rasch aus.
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05. Ist der  Rennwagen LOTUS nur eine  "Spargelbohne"  ?

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Die Werbemanager des bekannten Rennwagen-Herstellers LOTUS wollten ihrem teuren und edeln Auto einen besonders edlen Namen geben, doch sie hatten diesen "kleinen Unterschied" leider nicht ausgelotet. Eine Softwarefirma hatte ihr
Datenbank-System ebenso genannt (LOTUS 1-2-3). Statt der edelsten aller Seerosengewächse, die der Inbegriff der Vollkommenheit ist, hatten sie sich für
ihr Produkt den Namen des kärglichen blühenden Hornklees, der „Spargelbohne“ ausgesucht ! Knapp dran vorbei - ist leider auch völlig daneben !
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06. Die „normalen“ Seerosen und Teichrosen:

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Der Padma gehört zur Gattung der Seerosen-Gewächse (Nymphaeaceae). Die wichtigste Gattung ist die Nymphaea (Seerose), die über 50 Arten umfaßt, welche vor allem in den gemäßigten und tropischen Klimazonen wachsen. Die am weitesten verbreitete Sorte ist die großblütige "Weiße Seerose" (Nymphaea alba) mit ca. 10cm Blüten-Durchmesser. Diese Art ist in ganz Europa heimisch und steht bei uns unter Naturschutz gestellt. In Nordeuropa wächst  auch die rote Abart (Nymphaea alba var. ruba), während in Südeuropa die etwas kleinblütigen Art (var. minoriflora) beheimatet ist. Eine ebenfalls kleinblütige Sorte ist die "Reinweiße Seerose" (Nymphaea candida) aus Nordosteuropa, während in Nordwesteuropa die "Abendländische Seerose" (Nymphaea ocidenralis) zu finden ist.
Im Nordamerika, Schweden, Finnland und Nordasien ist eine sehr zarte Seerose zu finden, die "Tetragona-Seerose" (Nymphaea tetragona). In Mexiko und anderen mittelamerikanischen Ländern ist die  "Mexikanische Seerose" (Nymphaea mexicanensis) beheimatet. Bei der weißblütigen und braunblättrigen
"Wohlriechenden" nordamerikanische Seerose (Nymphaea odorata) ragen sowohl die Blätter, wie auch die Blüten etwas aus dem Wasserspiegel hervor. Sie  ist in fast allen gemäßigten Klimazonen zu finden. Sehr schön ist die  türkisblaue indische "Sternige Seerose" (Nymphaea stellata). Ebenfalls blau blühen einige afrikanische Arten wie z.B. die südafrikanische "Kap-Seerose" (Nymphaea capensis), die "Sansibar-Seerose" (Nymphaea zanzibarensis) und die "Himmelblaue Ägyptische Seerose" (Nymphaea coerulea). Auch bei dieser Sorte ragen die Blätter und Blüten aus dem Wasser hervor. Die "Weiße Afrikanische" Seerose, auch "Afrikanische Lotos-Blume" genannt heißt botanisch  (Nymphaea lotus).
Nach einem alten ungarischen Zigeunermärchen soll eine Fee eine dieser Blumen zu einer heißen Quelle bei Nagyvarad gebracht haben, wo eine Abart von Nymphaea lotus trotz über 40 Grad heißem Wasser prächtig gedeiht.
Doch damit sind wir noch immer nicht der sagenumwobenen "Indischen Lotosblume" auf der Spur. Die "Königliche Seerose"  "Victoria regina" oder "Victoria amazonica" ist mit einer Blütengröße von ca.  20-40 cm und mit einem Blattdurchmesser von mehreren Metern zwar die größte aller Seerosen, doch auch sie ist nicht die zauberhafte Lotosblume "Padma".
Auch in den Teichrosen-Sorten Nyphar, auch "Mummel" genannt ist der Padma nicht  zu finden. (Nyphar luteum, Nyphar pumilum, Nyphar advena u.a.). Auch die
Besitzer eines Aquariums werden sie erfolglos unter den Cobomba-Arten (Cabomba aquatica, Cabomba caroliniana u.a.) vergeblich suchen. Der "indische Lotos" oder Padma  gehört nämlich zu einer anderen Gattung, die man  "Nelumbo" nennt (Nelumbium speciosum oder Nelumbo nucifera).
Seerosen benötigen, wie er Name schon sagt etwas tieferes und sauberes Wasser. Die Blätter und die Blüten der Seerosen schwimmen direkt auf der Wasseroberfläche. Teichrosen mögen flache Gewässer, die auch schlammig sein können. Die Bluten vieler Teichrosen ragen im Gegensatz zu den Blüten der Nymphea (Seerose) etwas aus dem Wasser. Die Unterscheidung zwischen Seerosen und Teichrosen ist jedoch nicht immer ganz einfach, da die Unterschiede oft nur aus der Äderung der Blätter erkennbar ist.
07. Padma, die „edle Lotosblüte“; die „Königin der Seerosen“:
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Die" indische Lotosblume" (Nelumbium speciosum oder Nelumbium nucifera, "Nelumbo")  wird allgemein "Padma" genannt. Diese Seerose gehört nicht nur einer völlig anderen Gattung an, sie unterscheidet sich rein äußerlich ganz erheblich von der Gattung Nymphaea.
Nelumbium ("Padma") hat kreisrunde meist etwas kelchförmige Blätter, deren Stiel wie bei einem Pilz mittig unter dem Blatt sitzt. Blatt und Blüte ragen senkrecht weit aus dem Wasser  heraus. Bei allen anderen Seerosen schwimmen die Blätter auf dem Wasser. Die Stengel der Blüten und Blätter des Lotos sind recht hart und tragen dicke, stachelige Haare.
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08. Der indische Lotos im Hinduismus:

Im Altertum Indiens galt Padma als Symbol für das Urmeer, aus dem das  Universum entstand, als Gott Brahma dieses Meer in Bewegung brachte und "umrührte". Im Hinduismus war die Lotosblüte die Zauberblume der Göttinnen, die ihre Schönheit versinnbildliche. Das beste Beispiel ist Shri Lakshmi, die Göttin der Schönheit und der Liebe oder Tara, eine Inkarnation der Lakshmi, die hier die Shakti (Weisheit) des Shiva ist. Sie gilt wie die Muschel Shankha als Symbol des Mutterschoßes und der Fruchtbarkeit und sie ist gleichermaßen das Symbol des göttlichen Erhalters Vishnu und des Sonnengottes Surya und gilt als Symbol für die Sonne selbst.
Dem Nabel des Vishnu entsproß eine Padma-Blüte, aus welcher der Weltschöpfer Brahma entstieg, um die Welt zu erschaffen. Die indische Dichtung berichtet von einem See namens Manasa, auf dem blaue und goldene Lotosblumen  wachsen würden und aus einer dieser Blüten des Lotos kam die Göttin Tara hervor.
09. Die Früchte des Lotos; die „Speise der Götter“:
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Es gibt mehrere Varietäten des Lotos, die meist rote, rosafarbene oder weiße Blüten haben, doch allen Nelumbo-Arten ist gemeinsam, daß sie nach dem Verblühen eine typische Fruchtkapsel bilden, die in der Blüte schon deutlich angelegt war. Unter den meist nur wenigen Blütenblättern verbirgt sich eine dicke, kegelförmig nach unten zugespitzte Fruchtkapsel, die zunächst grün ist, dann aber allmählich violett-braun wird und im getrockneten Zustand eine schwarzbraune Farbe annimmt. Diese Fruchtkapsel zeigt von oben kleine kreisrunde, offene Löcher. Darunter verbirgt sich jeweils ein rundliches Samenkorn. Es sind eßbare Früchte, die sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind und sie galten als „Speise der Götter“. Zum Beginn der Regenzeit fällt durch die offenen Löcher Wasser in die Kapsel ein und sammelt sich in der kelchförmigen Kapsel an. Die Samenkörner können so schon etwas "einweichen" und vorkeimen. Fällt dann der Fruchtstengel allmählich zusammen, kann die jetzt aufgeweichte Kapsel die vorgekeimten Samen recht leicht  freigeben und es entstehen neue Pflanzen.
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10. Der Lotos als Heilpflanze:

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Es gibt gerade in der tibetischen Medizin viele Hinweise darauf, daß der Lotos (padma) als Heilpflanze verwendet wurde. Der Siddha Nalina oder Nalendra war dafür bekannt, daß er die Blüten und die Fruchtstände des Lotos sammelte um sie zu verkaufen. In vielen Ländern Asiens wurden fast alle Teile des Lotos als Nahrungsmittel oder Tee-Aufguß verwendet und so kannte man auch die heilsame Wirkung dieser Pflanze. Lotos regt den Stoffwechsel an, aktivier so die Lebenskräfte und reinigt den Körper von giftigen Stoffen. Die moderne pharmazeutische Industrie versucht seit einigen Jahren sich das Wissen der alten Völker nutzbar zu machen, indem man versucht die Wirkstoffe zu ergründen und zu extrahieren. Gerade in der Tibetischen Medizin, die dem Lotos eine große religiöse Bedeutung zumißt ist er noch heute unverzichtbar, wen kein anderes Mittel hilft. In den westlichen Ländern wird heute versucht, diese tibetischen Medikamente in unsere moderne Medizin zu übernehmen. So hat ein Schweizer Unternehmen ein Padma-Medikament (Padma 25) entwickelt, das gegen Krebs eingesetzt wird. Es ist jedoch zu bedenken, daß die Heilmittel der Tibetischen Medizin ihre traditionelle und vollständige Wirkung nur innerhalb des seelischen, geistigen und körperlichen, also psychosomatischen Gesamtkomplexes erhalten können. Erst durch die gegenseitig positivierende synergetische Wirkung zwischen einem tiefverwurzelten Glauben, der spirituellen und geistigen Kräfte, der Ernährung, der natürlichen Umgebung und vieler anderer Faktoren ist die optimale Gesamtwirkung möglich. Diese natürlichen Medikamente können nur wie eine Art „Initialzündung“ den Prozeß der Heilung (Selbstheilung) in Gang bringen.
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11. Lotos - "der Unbefleckte", Reine und der Lotoseffekt:

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Das Besondere an den Blättern des Lotus ist, dass sie flüssigkeitsabweisend sind, so daß selbst schlammiges Wasser einfach abperlt. Dadurch bleiben die Blätter und Blüten stets rein und es können sich auch keine Pilze oder andere Organismen und Schädlinge auf Ihnen anhaften. (Lotoseffekt, fälschlich auch Lotuseffekt genannt). Diese Effekt nutzt man in der Metall- und Kunststoffindustrie bei der Oberflächenbehandlung, der Lackier- und Beschichtungstechnik aus, um nicht anhaftende und selbstreinigende Oberflächen zu erhalten.
Aufgrund seiner kreisrunden Blätter galt der Lotos bei vielen Völkern wie z.B. den alten Ägyptern und erst recht bei den Indern als Symbol der Vollkommenheit. Die Verehrung des Lotos als "der Erhabene" geht aus der Tatsache hervor, daß er in Sumpf und Morast wurzelt und seine Blätter und Blüten völlig "unbefleckt" und stolz darüber hinausragen.
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12. Die botanischen Padma-Sorten in der buddhistischen Kunst:

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Es ist gelungen, die auf Gemälden und Bildern dargestellten unterschiedlichen Sorten des Lotos relativ eindeutig botanisch zuzuordnen:
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Nelumbum alba
Nelumbum coerulea
Nelumbium nucifera
Nelumbum rubra
Nelumbum cyanea
[skrt.: pundarika]; weiß: Shri Laksmi, Weiße Tara
[skrt.:utpala upasura, upasurja](blau Nachtlotos , Grüne Tara);
Nelumbium speciosum[skrt.:padma]"Nelumbo"; (weiß, rosa; Buddhas uva.);
[skrt.: cumuda] (rot, Avalokiteshvara; Amitabha = Amitayus, Amida); 
[skrt.: niloptala]:(blau; Sarasvati, Blaue Sarasvati);
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Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Botanischen Gartens, des Botanischen Museums und der Freien Universität Berlin und der Staatlichen Museen zu Berlin-Dahlem danken wir an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung.
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13. Eine Lotosblüte als Thron:

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In der buddhistischen Kunst werden viele Buddhas, Bodhisattvas und Heilige sitzend auf einem Thron dargestellt, der aus einer Lotosblüte besteht. Das deutet auf „göttliche Abstammung“, auf ein „göttliches Wesen“ oder auf „höchste Verehrung“ hin, denn die Lotosblüte deutet an, daß sie die Erleuchtung vollendet haben. Dabei nehmen die dargestellten Personen meist die typische Yoga-Haltung, den sogenannten „Lotossitz“ (pamasana) ein. Das gilt für den historischen Buddha, wie auch für alle anderen Buddhas, und Bodhisattvas, für Padmasambhava, der aus dem Lotos geborenen „2.Buddha“ oder für Tara, den weiblichen Bodhisattva, die aus einer Lotosblüte aufgestiegen sein soll. Auch zukünftige Buddha Maitreya, da er einst alle Lebewesen in ewiger Liebe und Freundschaft vereinigen soll. Manjushri, Tsongkhapa und Lama Lalitavajra tragen Lotosblüten in ihren Händen.
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14. Im Lotossitz auf seinem "Lotosthron":

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Diese Dopplung soll ein Höchstmaß von Weisheit und Vollkommenheit versinnbildlichen. Die "Lotossitz"-Haltung ist eine Körperhaltung des indischen Hatha-Yoga, welche sich  besonders für die meditative Versenkung  (Kontemplation) angewendet wird. Dieses ist eine Form des Raja-Yoga, das von dem indischen Guru
Patanjali entwickelt wurde. Mit diesen Übungen sollen die Zentren der psychischen Energie (Chakras) aktiviert werden, um damit zu höheren Bewußtseinsebenen
aufsteigen zu können. Heute werden solche und ähnliche Übungen auch in westlichen Ländern zur Gesunderhaltung des Körpers eingesetzt und teilweise
übernehmen auch schon die Krankenkassen solche Yoga-Kurse oder bieten diese selbst an.
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15. Eine Lotosblüte als Symbol - Zen - die "Lehre ohne Worte":

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Nach einer Überlieferung der Dhyana-Schule (Meditationsschule, chin. Cha´an, japan. Zen) legte der Buddha seinen Schülern nahe, daß nun das Ende seines irdischen Daseins gekommen wäre. Doch daraufhin drängten sie ihn wiederum, seine Lehre niederzuschreiben. Buddha war den Aufforderungen seiner Schüler nie nachgekommen, seine Lehren schriftlich darzulegen. Er sagte immer, daß das für jeden der seine Lehren grundlegend verstanden habe, das richtige Fühlen
und Denken alleine auch das Vorbild für das richtige Handeln wäre. Daher bräuchte niemand einen "Meister", wie auch er nie ein solcher sein wollte, noch bräuchte er eine schriftliche Anweisung. Anstelle dessen hielt der Buddha seinen Jüngern schweigend eine Lotosblüte
entgegen. Nur sein Schüler Ananda hatte als einziger diese Geste verstanden und übernahm die Lotosblüte und damit seine Gedanken und seine spirituelle Kraft, die „glich einer Blume“ ist und er sollte der Übermittler des „Herz-Sutras“ („von Herz zu Herz“) werden, das der
Zen-Richtung (chin. Cha´an) zugrunde liegt. Der Buddha Shakyamuni heißt nun Samkusumita (sam = gleich; kusuma = Blume). Der japanische Zen-Buddhismus und zumal die esoterische Richtung Shingon kennt den 3-stengligen und den 5-stegligen Lotos.
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16. Padmasambhava, "der aus dem Lotos geborene":

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Als Buddha fühlte, daß bald sein irdisches Ende kommen würde, waren seine Jünger sehr traurig. Nach Überlieferung der tibetischen Nyingma-pa-Richtung („die Alten“) sagte Buddha zu ihnen :
"Weint nicht, wenn ich euch verlasse, denn die Welt braucht Tod und Übergang. Aber nach mir wird aus einer edlen Lotosblüte am See mit dem Namen Danakosha jemand geboren werden, den man  Padmasambhava nennen wird (der aus dem Lotos geborenen), der wird von noch größerer Weisheit sein als ich“. Es war der tibetische König Trisong Detsen (742-798), der in seinen Reich den Buddhismus einführen wollte. Er holte den indische Pandit (Gelehrter) Shantarakshita und dann den großen tantrischen Meister Padmasambhava nach Tibet, denn dieser hatte mit der Besänftigung von Dämonen große Erfolge erzielt. Es war das im Jahre 786 als der "kostbare Lehrer", Guru Rinpo-che nach Tibet kam.
Eine besondere Erscheinungsform nimmt Padmasambhava an, wenn er als Lotoskönig (Padmaraja) zu sehen ist.
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17. Om mami padme Hum !  Gelobt sei das Juwel im Lotos !:

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Bekannt ist aber auch Padmapani, der „Lotosblüten-Träger“, eine Manifestation des Chenresi, welche die Barmherzigkeit und das Mitgefühl (karuna) von Chenresi (skrt.: Avalokiteshvara; chin.: Guan-yin) verdeutlicht. Als Shadakshari  Lokeshvara ist er der „Herr (vara) der Welt (loka)“, der die fünf (shad) mit den heiligen Silben (akshara) angerufen wird (Om ma-ni padme hum) und auch hier wieder eine besondere Verkörperung vom Mahakarunika ist, („allumfassenden Mitgefühl; maha = groß; karuna = Mitgefühl), welche von Buddha auf den transzendenten Buddha Amitabha überging und die sich dann in Chenresi verkörperte und dann in seinem weiblich-göttlichen Aspekt des Mitgefühls, dem transzendenten weiblichen Bodhisattva Tara. Als Shadakdasha Lokeshvara (der „elfköpfige Weltenherr“, Chenresi; siehe links; Ikone 095 von 300) hält er den unsichtbaren „Wunsch-Edelstein“ Cintamani, der den Gläubigen alltägliche Wünsche erfüllt, wie den Schutz der Familie vor Gefahren und Krankheit l“, denn er erblickt das Leid der Welt in allen Himmelsrichtungen und  somit auch in den Sphären der Höllen, vor deren Qualen er die Menschen bewahren möchte. Das mantra “Om  - mami padme Hum !“ ist das wichtigste aller mantras in Tibet und es bestimmt dort den Tagesablauf. Die Gebetsmühlen werden von den Gläubigen mit diesen Worten in Gang gesetzt. Auf jeder Pilgerreise zum heiligen Berg Kailasch oder zu einer heiligen Stätte wird jeder einzelne Schritt oder jeder andächtige Kniefall von diesem Gebet begleitet.
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18. Die Astamangala Glücks-Göttin Padma Devi:

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Nur selten sieht man der buddhistischen Kunst die Glück bringenden Astamangala-Göttinnen. Eine davon, die Göttin Padma (Padmadevi) ist Personifizierung er edlen Lotosblüte. Der aus Tibet stammende Lama Lalitavajra war der höchste Würdenträger des Lamaklosters in Peking. Im Auftrag des Kaisers Qian Lóng (Kien Lung, Ch´en lung) ließ er in der alten tibetischen Tradition 300 Xylographien (Holzschnitte) von den wichtigsten Buddhas, Bodhisattvas und Gottheiten anfertigen. Kaiser Quian Lóng war, angeregt von seiner Mutter, ein großer Verehrer der buddhistischen Religion und ein großer Freund der religiösen Kunst.
Die „300 Ikonen“ waren im Jahre 1751 ein Geschenk zu ihrem 60. Geburtstag. So blieben der Nachwelt auch die Abbildungen der Astamangala-Göttinnen erhalten.
01. Survanamatsya Devi  goldenen Fische (Ik.2292/300)
02. Chatta Devi, der kostbare Schirm (k.293/300)
03. Shankha Devi, die Muschel (Ik.294/300)
04. Shrivatsa Devi, der Endlosknorren (Ik.295/300)
05. Dvaja Devi, das Rundbanner (Ik.296/300)
06. Kalash Devi, die Vase mit amrita (Ik.297/300)
07. Padma Devi, der Lotos (Ik.298/300)
08. Cakra Devi, Rad der Lehre (Ik.299/300)
09. Ayuravashi Devi, Buddhaeigenschaft (Ik.300/300)
Padma Devi hält in der rechten (männlich dominanten) Hand eine voll geöffnete Lotosblüte. Das symbolisier die volle Entfaltung der buddhistischen Lehre in aller Klarheit und Offenheit. Mit ihrer linken (weiblichen) Hand zeigt sie die Geste der Argumentation und der Darlegung der Lehre
(vitaka-mudra). Die mit der linken Hand ausgeführte Geste verdeutlicht die „typisch weibliche“ Eigenschaften der „mitfühlenden Weisheit“. Hier offenbart sich ihre Weisheit (prajna), die sich mit ihrem Mitgefühl (karuna) verbindet. Wie der weibliche Bodhisattva Tara offenbart sich auch bei auch bei ihr ihre allumfassende weiblich-göttliche mitfühlende Weisheit. Daher nennen wir diese Geste auch Tara-vitaka-mudra genannt. Bei der „siebenäugigen weißen Tara“ (Sapta-mata-sita-tara)
besitzt auch die linke Hand ein Auge (mata) und so wird diese abgewandelte Geste dann sapta-mata-tara-vitarka-mudra genannt.
Padma Devi sitzt in der sehr lockeren und entspannten Meditationshaltung lilasana, dem „Spielsitz“. Diese sehr gelöste Haltung wird auch Halbschluß; paryanka, digha-yoga-sana oder Tara-sana genannt.
Die Sitzposituren der Göttinnen zeigen alle eine sehr lockere und gelöste Haltung, wobei Ikone 292 den Übergang vom strengen „Lotossitz“ (padmasana, vajrasana zum sattva-sana zeigt.. Ikone 295, 298 zeigt lilasana, den „Spielsitz“ Ikone 299 den lalitasana und die Ikonen 293, 294, 296, 287 verschiedene Formen der Sitzhaltung yogisana, auch sattvasana  oder sopashrayasana genannt.
Diese Sitzhaltungen finden wir bei den Ikone 004 bis 054 (Mahasiddhas, Siddhas, Gurus, Acharyas, Lamas) und bei den 16 Lohan, Ikone 193 – 219 wieder.
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19. Tara: "Aus einer Träne des Mitgefühls":

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Der weibliche Bodhisattva verkörpert den weiblich-göttlichen Aspekt der Weisheit in idealer Form. Über die Entstehung von Tara gibt es mehrere Legenden und Geschichten. Eine hinduistische Legende daß auf dem wundersamen See goldene Lotosblüten erstrahlten. Aus der schönsten aller Blüten erhob sich die Göttin Tara als eine Inkarnation von Lashmi, der Göttin der Schönheit.
In Tibet wird erzählt, daß der Bodhisattva Chenresi (Avalokiteshvara), dessen Reinkarnation
der Dalai Lama ist, Tränen des Mitgefühls aus den Augen rannen, als er das Leid der Welt  erblickte. Diese Tränen sammelten sich zu seinen Füßen in einem See und aus einer Lotosblume inmitten des Teiches entsprang Tara, um sich ebenfalls mitfühlend für die Lebewesen dieser Welt einzusetzen. Deshalb rufen die Tibeter in ihrer Not, aber auch bei ganz alltäglichen Problemen die Tara um Hilfe an. Sie trägt meist eine Lotosblüte in der Hand oder ist in der Darstellung als Mahashri (große Schönheit) von Lotosblumen umgeben.
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20. Der Lotos als Erkennungszeichen in der buddhistischen Kunst:

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Eine flammende Lotosblüte galt als Inkarnation des Adi-Buddha Vairocana.
Im Sanskrit, der religiösen Schriftsprache des Buddhismus heißt der Lotos padma, im chinesischen Buddhismus lien-hua (die geläuterte, gereinigte Blume) und in japanischen Zen Renge, was die gleiche Bedeutung hat. Der Lotos ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal für ganz bestimmte Buddhas und buddhistische Heilige: Bei der Bestimmung von Figuren dieser Persönlichkeiten ist grundsätzlich zu unterscheiden.
- Lotosblüte in der linken (weiblichen) Hand
- Lotosblüte in der rechten (männlichen) Hand
- Lotosblüte links und rechts
- Attribute in den Lotosblüten
- Kombination der Lotosblüten/n mit anderen Attributen
Diese Thematik ist jedoch so komplex, daß wir sie im Rahmen einer vollständigen Bestimmungshilfe behandeln.
Diese Abhandlung trägt den Titel:
„Blumen und Blütendüfte in der buddhistischen Kunst“
Aus der Reihe:
„Erkennungszeichen buddhistischer Kunstwerke“
Kunst- und Kulturfreunde Berlin Steglitz-Zehlendorf;  Postfach 41 03 60; 12113 Berlin
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21. "Lotos und Kolibri". Eine Tuschemalerei von Qi Bai shih:
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 (Chi´pai-shih 1861 - 1957)
Der chinesische Maler Chi´pai-shih (Tschi bai sch´i; nach der neuen Pinyin -Schreibweise: Qi Baishii) gilt als der herausragendste Künstler der Neuzeit. Nach seinen Wanderjahre als Handwerker hatte er erst im alter von 60 Jahren intensiv mit dem Malen begonnen. Er war ein genialer Landschaftsmaler, der seine Bilder auf das Wesentliche beschränkte. Seine schönsten Werke entstanden im alter von über 90 Jahre. Seine große Liebe galt immer den kleinen und empfindsamen Wesen. So malte er mit besonderer Hingabe kleine Vögel, Libellen und Zikaden. Bei uns im Westen wurde er dadurch bekannt, daß er eine Resolution gehen Atomwaffen mit dem Worten unterschrieb: Wir dürfen es nicht zulassen, daß die Schönheit der Natur und alle wunderbaren Wesen durch Atomwaffen vernichtet werden“.
Die  verdorrte  Lotosblüte  ist  das Symbol  des Alters  und der Weisheit. Der kleine, lustige Vogel  steht  für  die  Jugend.
"Wo  sollte  die Jugend  Halt finden  und Kraft  schöpfen, im Morast  des Lebens ?
Wie könnte  sie den  Weg  finden,
wenn  es  nicht die Erfahrung  und die  Weisheit des Alters gäbe?
Wo würde der kleine  Vogel  rasten im Sumpf, wenn  nicht die alte Lotosblüte aus  dem  Schlamm hervorragen  würde ?
Auch wenn dieser Lotos schon sehr alt ist, so kann er doch noch hilfreich sein.
Die chinesische Malerei ist vol mit solchen Symbolen. Auch für Chi Pai-shih war der Lotos ein wichtiges Motiv für seine Malerei.
Tao Shou schrieb folgendes Gedicht  über den Lotos:
Vergänglicher Lotos
... gedenke Mensch,
daß Du dem Lotos gleich !
Wird der Blüte letztes Blatt
vom Wind hinfortgetragen,
wenn der kalte Herbstwind
zerrt an dem letzten Grün
stolz soll Dein Haupt sich erheben !
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