Bister: Eine vergessene Maltechnik ?: Künstler-Farben, Pinsel, Papiersorten, Anleitungen..

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Bister : Alles über eine historische Mal-Technik.
Tinte, Tusche: Das Naturmaterial "Bister"
Was ist Bister ?
Herstellung, GrunE.azerial, Aufbereitung
Was braucht man für den Anfang ?
Mal-Set - "Bister"
Techniken der Bister-Malerei
Geschichte und Zukunft von Bister
Weitete Informationen
© Copyright: Texte und  Bilder ©
Malen mit Bister: Eine alte, vergessene Maltechnik ?
Wohl jeder hat schon einmal, ohne es zu wissen, eine Federzeichnung, Kohlezeichnung oder "Trois-Crayon" -Zeichnung gesehen, die mit Bister "verfeinert" wurde. Bister gibt solchen Zeichnungen nicht nur einen schönen warmen Hintergrund. Er verleiht diesen historischen Bildern erst den "typischen" Ausdruck, eine "duftige Fülle",  eine fast "schwebende" Leichtigkeit !

historische schwarze Tinten und Tuschen (meist reine Naturprodukte):
Bister gehört zu den historischen, "schwarzen" Tinten und Tuschen:
Bister : braune Rußtinte aus Holzruß (Kaminruß)
Gallustinte :Tinte aus Galläpfeln
Tinte : Tinte aus dem Tintenbeutel der Sepia 
Tusche  : schwarze Rußtinte (aus Lampen oder Kohlenruß) 
"braune", China-T. : Ölruß z.B. Rapsöl-Ruß oder von anderren Ölen: 
"Chazumi" . dito: japanische Flüssig-Tusche
"blaue", China-T. : Stangen-Kiefernholz-Tusche : 
"Aozumi" : dito: japanische Tusche
Der Erfinder der chinesischen Tusche soll Tien Chen (Tien-Tschen) gewesen sein, ein taoistischer Meister des legendären chinesischen Kaisers Huang-ti ("Der "Gelbe Kaiser", 2674 - 2676 v.Chr). 
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Was ist Bister ?; Name, Farbton:
Was ist Bister ?: 
Chemische Zusammensetzung : Die in Soda nicht auflösbaren Bestandteile des sogenannten Glanzrußes aus Holzfeuerungen ("Holzpech"), zumal bei der Verwendung von noch naturfeuchten Hölzern.. Das ist zunächst eine sehr zähflüssige, pechartige Masse. Bister als Farbtin war ein Sammelbegriff für verschiedene Brauntöne (Holzrußfarben, "braune Tusche"), wobei Buchenholz die beste Qualität und den schönsten Farbton ergab. Bister war wegen seines braunschwarzen Farbtones besonders für Zeichnungen auf Papier eine beliebte Farbe. Er wurde hauptsächlich vom 15. bis 18. Jahrhundert für lavierte Feder- oder Pinselzeichnungen verwendet.  Im 16. und 17. Jahrhundert verwendeten Künstler nur selten Farben auf Wasserbasis. Bister und Sepia (Tintenfisch, meist rotbraune Tinte) erlangten große Bedeutung in der Aquarellmalerei von Rembrandt, Tizian, Claude Lorrain oder Tintoretto. Diese Maler erzielten mit ihren Tuschezeichnungen wirkungsvolle atmosphärische Effekte bei der Darstellung von Wolken und Himmel. Bister ist auch heute wieder als Tusche erhältlich.
Der Name :

Bister kommt aus dem Französischen von dem Wort "bistre" für braun, nußbraun, dunkelbraun oder schokoladenbraun.
Der Farbton:

Die sehr "warme" Farbe von Bister reicht von gelbbraun, rötlich bis rotbraun, dunkelbraun bis schwarzbraum. Diese unterschiedliche Färbung rührt von der Holzsorte her, welche für die Herstellung des Rußes verwendet wurde.
Die beste Sorte war Buchenholz, im besonderen aber Rotbuche, die einen besonders schönen Farbton hervorbrachte. Eiche ergab die dunkelste Färbung.

Hinweis: Den Farbton "Bister" gibt es als "Rötel-Stift" (tonerdehaltige, gepreßte Farbe). Von der Zusammensetzung her ist diese Material nicht identisch mit dem hier beschrieben historischen "echten Bister", sondern es bezeichnet nur einen "warmen" braunen Farbton.. 
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GrunE.aterial, Aufbereitung,  Herstellung von gebrauchsfertiger Bister-Tusche:
Das GrunE.aterial von Bister:
Das Material schabte man aus Kaminen ab, die früher nur mit Holz beheizt wurden. Der Ruß lagerte sich in dicken fettigen Belägen an den Innenwänden der Schornsteine an. Diese pechartige Masse mußte dann aufwendig aufbereitet werden. Dieses Abschaben war jedoch eine notwendige Tätigkeit, um immer einen guten Schornsteinzug zu gewährleisten und um einem Kaminbrand vorzubeugen. 

Die Aufbereitung:
Zunächst wurde das Pech in Wasser gelöst und dann zum Sieden gebracht. 
So mußte es einige Zeit kochen, damit sich alle Bestandteile lösten. Dann wurde die Flüssigkeit in heißen Zusand mit Grob und Feinsieben von festen Bestandteilen getrennt. Nun wurde die Masse eingetrocknet und dann mit etwas Wein versetzt und wurde wieder zum Trocknen in die Sonne gestellt oder im Winter am Ofen getrocknet, bis die Dickflüssigkeit von Schmierwachs erreicht war. Der zähflüssige Brei mußte nun in kaltem Zustand nochmals gefiltert werden. Buchotte beschrieb dieses 1784 als einen sehr aufwendigen Vorgang, der jedoch nicht zu vermeiden war, da nur so die letzten mineralischen Bestandteile entfernt werden konnten. 

Herstellung gebrauchsfertiger Bisterfarbe:
Wohl jeder Maler hatte damals sein eigenes Geheimrezept für "seinen" Bister. Die übliche Art, war es, ihn mit etwas Leim und Wasser zu einer malfertigen Farbe anzurühren. Rembrandt mischte Rötelpulver in seinen Bister, um einen noch wärmeren rötlichen Farbton zu erzielen. Auch die Beimengung von Leinöl, Naturharzen, Honig oder Duftstoffen war sehr gebräuchlich

Bister "schwebt" auf dem Papier !
Sinkt Farbe in ungeeignetes Papier ein, so verschwinden die Farbpigmente im Papier und der verbleibende farbliche "Schatten" wirkt grau und matt. Durch den Zusatz von Gummi arabicum (ein hochwertiges Naturgummi) erhält der Bister eine noch schönere warme Leuchtkraft, Transparenz und Schönheit. Auch bei sehr saugfähigen Malgrund "versinkt" der Bister nicht im Papier sondern entfaltet an der Papieroberfläche seine schwebende Leichtigkeit. 

Ist Bister ersetzbar ?
Ersatzweise nahm man auch gebrannte Umbra (manganoxidhaltige Mineralerde) und mischte etwas Rötel (Roteisenstein) bei,  jedoch erreichte man damit nicht annähernd den schönen, warmen Farbton wie der "echte" Bister. Es gibt keine andere braune oder schwarze Farbe, die schöner wäre als der "echte" Bister. 
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Was braucht man für den Anfang ?
Für den Anfang bracht man nicht unbedingt teure Spezialpapiere und auch kein besonderes Spezialwerkzeug. Ich empfehle eine gute aber preiswerte Ausstattung, die man auch für andere Techniken verwenden kann. 
Babus-Federn sind preiswerter als komplette Feder-Sets und können auch für viele andere Techniken verwendet werden.
Natur-Bister
Zeichenkarton, multifunktional, zunächst DIN A4, 190 g/qm, alterungsbeständig, holzfrei, säurefrei weiß, geeignet für : Aquarellstifte, Acryl, Basteln, Bister, Bleistift, Collagen, Embossing, Fotokarton, Gouache, Graphit, Kohle, Kreide, Pastell, Zeichnen usw.
1 Satz Bambus-Federn, z.B. 3 versch Stärken
Studien-Aquarellpinsel,  rund, Größe 2,4,6,10, Ponyhaar

Für das Experimentieren:
2-Seiten-Papier, DIN A4
Reispapier, DIN A4
Chinapinsel, besonders aufnahmefähiges Ziegenhaar, Bambusschaft 5, 8, 12
Studien-Aquarellpinsel, rund, Größen: 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12  z.B. aus hochwertigem Ponyhaar möglichst mit mit nahtloser Metallzwinge, z.B. Fabr. TOSH
Malvorlagen, versch. Motive
Geschenkkarten-Karton
Geschenkkarten-Karton:
Das sind vorgefertigte, gefaltete reinweiße Kartons in Postkarten- oder Briefumschlag-Format A6, C6 oder größer. Auf diese Kartons kann man direkt Zeichnen, Skizzieren oder Malen. Es lassen sich darauf aber auch verschiedene Drucktechniken die Embossing- oder Collagentechniken (z.B.Trockenblumen) ausführen oder man kann kleine fertige Aquarelle, Bilder, Fotos usw. darauf befestigen. 
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Die Techniken der Bister-Malerei:
Bister als Vorzeichnung oder "Unterlage":
Viele Maler namen Bister zum Vorzeichnen oder als Hintergrund für Ölbilder. 
Zeichnen mit Bister: 
Bister wurde mit dem Pinsel aufgetragen. Beim Zeichnen konnte man sehr feine Linien von besonderer Gleichmäßigkeit ziehen, ganz gleich, ob man mit dichterem oder dünnerem Farbauftrag malte. Kräftige Farbaufträge und Linien dringen teilweise in das Papier ein und sind dann auch auf der Rückseite des Bildes zu sehen.
Federzeichnungen  und andere Bilder "verfeinern":
"Trois-Crayon"-Zeichnung gesehen, die mit Bister "verfeinert" wurde. Bister gibt solchen Zeichnungen nicht nur einen schönen warmen Hintergrund. Er verleiht diesen historischen Bildern erst den "typischen" Ausdruck !
Die Laviertechnik mit Bister:
Die ideale und herausragende Bedeutung bekam Bister jedoch als Farbe zum "Lavieren" (=hinterlegen; franz. "laver" = "waschen" oder "verwaschen".). 
Das beim Lavieren (Verwaschen) übliche Verfahren ist es, mit einem Farbstift (heute z.B. Aquarellstift) die Farbe trocken auf das Papier zu reiben, um sie dann mit Wasser zu "verwaschen".  Auch das "Verwaschen" einer wässrigen Farblösung (z.B. Bister) auf dem Papier mit mehr oder weniger Wasserzugabe nennt man Lavieren. (Mit dem Lavier- oder "Verwaschpinsel"). Federzeichnungen und untergeordnet auch Pinselzeichnungen wurden mit Bister laviert, um diesen Zeichnungen mehr Ausdruck zu verleihen. 
Bister war zweifellos von je her die schönste Farbe zum Lavieren und "Verwaschen", die es in der Malerei je gab. Mit Bister angelegte Flächen zeigen eine Transparenz und Leichtigkeit, die von keiner anderen Künstlerfarbe je erreicht wurde. Bister erzeugt eine so sanfte Färbung und verleiht den Bildern eine geradezu schwebende Leichtigkeit.
Raum, Licht, Schatten, Tiefe, Weite.
Bei Federzeichnungen läßt sich die "Tiefe" nur durch eine entsprechende (perspektivische bzw. verdichtete) Liniendarstellung oder durch Veränderung (z.B. Verjüngung) der Strichstärke verwirklichen. 
Mit Hilfe von trocken bzw. mehr oder weniger dünnflüssig aufgetragenen Bister konnte man nun den starren Federzeichnungen Tiefe und Weite vermitteln. 
Durch das mehr oder weniger starke "Legen" von Schatten bekamen die sonst sehr "harten" Federzeichnungen mehr Natürlichkeit, was man zusätzlich noch mit Aquarellfarbe hervorhob. 
Berühmte "Bister"-Maler:
Johann Elias Ridinger (Augsburg: 1698-1767) ist für reine Pinselzeichnungen mit Bister bekannt, besonders jedoch für seine eindrucksvollen Jagdszenen. Leonardo da Vinci malte mit Bister seine Ölbilder vor und Jean-Bapiste Greuze, Wateau, Daumier und andere setzten dieses Material als sehr effektvolles gestalterisches Mittel ein . 
Mit Bister "aufgewertete" Bilder - eine eigenständige Technik !
Die Verwendung von Bister ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie sich aus einer zunächst nicht ganz sachgerechten Anwendung einer fremden Maltechik eine eigenständige und optisch sehr ansprechende Art der Malerei entwickelte.
Ist Bister ersetzbar ?
Ersatzweise nahm man auch ersatzweise gebrannte Umbra (manganoxidhaltige Mineralerde), das diesen Nachteil nicht hat,  jedoch nicht annähernd den schönen, warmen Farbton annimmt wie der "echte" Bister. Es gibt keine andere braune oder schwarze Farbe, die schöner wäre als der "echte" Bister. 


Die Aufhängung und Behandlung von Bisterzeichnungen.
Bister kann über einen längeren Zeitraum zwar etwas nachdunkeln, ist sonst aber unempfindlich bei Lichteinwirkung. Doch sollten antiquarische Bisterzeichnungen, wie auch andere historische Werke nie im Sonnenlicht hängen. Bister darf nicht mit Wasser in Berührung kommen, da er sich sonst löst.
Wohl jeder hat schon einmal, ohne es zu wissen,  eine Federzeichnung, Kohlezeichnung oder 
Die Kombination von Kohle mit Rötel, Kreide und Bister !

Kohle eignet sich nicht nur für einfache "schnelle" Skizzen, sondern auch für kombinierte Techniken. Hier hat der französische Maler Jean-Bapiste Greuze (grös; 1725-1806)), der als Erfinder des "sentimentalen Genrebildes" gilt  ("Das Milchmädchen", "Der zerbrochene Krug" usw.) de die Kohle mit weißer Kreide "gehört" mit schwarzer Kreide und Rötel verfeinert und mit einer farbigen "Illusion" aus braunem Bister und Aquarellfarbe, "laviert". durch "Verwaschen" der flüssigen Farbe mit einem zarten Farbschleier hinterlegt.

Die Kombinatin mit Acryl, Aquarell, Federzeichnung, Filzstift, Fineliner, Gouasche, Linolschnitt,  Lithographie, Tempera, chinesischer und japanischger Mehrfarbentechnik, Xylographie usw. :
Das was zu früheren Zeiten verpönt war, bringt heute eine Vielfältigkeit an künstlerischen Ausdrucksformen  - die Kombination von Maltechniken. Mit Bister können sie sehr angenehme, leichte Akzente und Betonungen setzen und Sie können vielen Darstellungen zu jener "schwebende Leichtigkeit" verhelfen, die oben beschrieben wurde. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt !
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Geschichte und die Zukunft des Bisters:
Die Geschichte des Bisters:
Die Reiseberichte des Genuesen Marco Polo (1299) über die chinesische und ostasiatische Kultur und über das Leben am Hofe seines mongolischen Freundes Kublai Khan, dem Enkel des Temudchin (Dschingis-Khan), machte in Europa die chinesische Kunst  und somit auch die chinesische Tuschmalerei interessant. Von dort hatte man auch die typischen hartgepreßten Riegel und Stangen aus Kiefernruß importiert, die der chinesischen Malerei schon früh ihren besonderen Charakter gaben. Seit dieser Zeit sind in der europäischen Kunst auch die asiatischen Eiflüsse erkennbar. Man versuchte zunächst dieses Material und die Maltechnik nachzuahmen, doch fehlte es wohl auf Dauer an den geeigneten Papieren, Pinseln und an der sachgerechten Maltechnik, um diese nachvollziehen  zu können. 
Albrecht Dürer (1471-1528) hatte 1494-1495 diese Technik in Italien kennen und schätzen gelernt.  Er  verschönte seine Holzschnitte, Federzeichnungen  und Bleistiftzeichnungen auf eine besonders reizvolle Art mit "Wasserfarben". Bekannt ist hier z.B. sein "Feldhase" aus dem Jahre 1502, "das große Rasenstück" und die "Schwertlilien", beide aus dem Jahre 1503,  die er in Aquarell, Deckfarbe, Bister und Federzeichnung ausführte. 
Renaissance : Tusche und Bister:
Im 16. und 17. Jahrhundert entsprach die Verwendung von farbigen "Wasserfarben" nicht mehr dem Zeitgeschmack. In dieser Zeit bestanden diese aus Sepia ("aqua tinta") oder angerührtem Bister. Sepia ist ein schwarz-rotviolettes Farbpigment, das aus dem "Tintensekret"  des Tintenfischen hergestellt wird. Bister ist eine sehr zähflüssige, pechartige dunkelbraune Masse, die in einer sehr aufwendigen Prozedur aus Kaminruß gewonnen wurde. Die früheste Beschreibung über Bister stammt von Jehan le Begue aus dem Jahre 1431. Er nennt eine hellere Sorte "caligo" (Dunst, Nebel) und eine dunklere " fuligo" (Ruß, Kienruß) und Lomazzo nennt das Material 1585 "la caigine", und auch Baldinucci ca 1680 von "fuligine" (rußig). 
Bei den alten holländischen Malern hieß er einfach "Schornsteenroet' (Schornsteinruß), während das altdeutsche "Khinrus" oder "Kienruß" auch auf die Verbrennung von Kien (Kiefer) hindeuten könnte.
In dieser Aquarelltechnik malten Tizian (Tiziano Vecellio ca.1490-1576), Tintoretto (Jacoppo Robusti, der Sohn eines Färbers = "Tintoretto" 1518-1594). Rembrandt Harmensz van Rijn (1606 - 1669), der Augsburger Maler Johann Elias Ridinger (1698-1767) (Pinselzeichnungen mit Bister;  eindrucksvolle Jagdszenen) und viele andere Trotz der meist monochromen Farbgebung erzielten diese Maler gerade bei der Darstellung von zarten Wolken, in den feinen Strukturen des Himmels und in der geschickten Verteilung von Licht und Schatten sehr wirkungsvolle atmosphärisch "schwebende"  Effekte.
Nach dem 16. Jahrhundert fand der Name "Bister" eine allgemeine Verwendung. 
Vorteil gegenüber Galltinte (Gallustinte) :
Während Galltinte das Papier angriff, mürbe machte und zu seinem frühzeitigen Zerfall beitrug, war das bei Bister nicht der Fall. So kommt es, daß sehr auch frühe Papierbilder mit Bistermalerei unbeschadet erhalten blieben.
Heute ist Bister nicht mehr gebräuchlich, da die Herstellung zu aufwendig ist und keine Nachfrage mehr besteht.
Die Kombination von Kohle mit Rötel, Kreide und Bister !

Kohle eignet sich nicht nur für einfache "schnelle" Skizzen, sondern auch für kombinierte Techniken. Hier hat der französische Maler Jean-Bapiste Greuze (grös; 1725-1806)), der als Erfinder des "sentimentalen Genrebildes" gilt  ("Das Milchmädchen", "Der zerbrochene Krug" usw.) de die Kohle mit weißer Kreide "gehört" mit schwarzer Kreide und Rötel verfeinert und mit einer farbigen "Illusion" aus braunem Bister und Aquarellfarbe, "laviert". durch "Verwaschen" der flüssigen Farbe mit einem zarten Farbschleier hinterlegt.

Die Kombinatin mit Acryl, Aquarell, Federzeichnung, Filzstift, Fineliner, Gouasche, Linolschnitt,  Lithographie, Tempera, chinesischer und japanischger Mehrfarbentechnik, Xylographie usw. :
Das was zu früheren Zeiten verpönt war, bringt heute eine Vielfältigkeit an künstlerischen Ausdrucksformen  - die Kombination von Maltechniken. Mit Bister können sie sehr angenehme, leichte Akzente und Betonungen setzen und Sie können vielen Darstellungen zu jener "schwebende Leichtigkeit" verhelfen, die oben beschrieben wurde. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt !
  zum Anfang - Übersicht
  zum Seien-Ende


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