Anleitungen und Beschreibungen, Techniken, Künstler-Farben, Pinsel, Papiersorten, Anleitungen

Home

Suche
?
Fragen

Berlin

AKT

Buddha

China

Drachen

Gedichte

Japan

Malen

Vorlagen
.
"Scherenschnitt-Motive"
"Messer-Schnitte"
"Schattenrisse"
Schattenspiel-Figuren
"Schablonen-Technik"
© Copyright: Texte:  http://www.kunst-kreativ.de ©
Panda - (Bambusbar)

ss-ci-01
Die Geschichte des Scherenschnittes
liegt im Dunkel der Vergangenheit, aber es ist ziemlich sicher, daß er 
aus Asien (China) stammt. Vermutlich ist seine Verwendung bei der
Herstellung von Muster-Schablonen für die Bemalung von Porzellan
entstanden. (ca. 12.-13 Jahrhundert) eine der recht späten technischen Anwendungen für den Scherenschnitt.  Doch es gab möglicherweise
schon wesentlich früher Schattenspiel-Figuren, die in gleicher Art wie
Scherenschnitte hergestellt wurden.
(siehe unten)

Mädchen mit Früchten
ss-c-02

Lotosblüte
ss-c-07
Der Scherenschnitt als Kunstwerk

Das Wort "Scherenschnitt"  müssen wir nun nicht mehr 
erläutern. Die hohe Kunst des Scherenschnittes besteht 
darin, möglichst -ohne Vorlage-  und freihändig mit einer 
kleinen Spezialschere das Motiv aus dünnem, schwarzem
Papier zu schneiden. Normalerweise wird um das Motiv 
(wie z.B. beim " Mädchen mit Früchten"), das Papier 
weggeschnitten. Es entsteht ein "positives"  Bild. 
Wird jedoch die figürliche Darstellung aus dem Papier 
entfernt, so entsteht ein "negatives" Bild. (wie z.B. der 
Kreis und die Lotosblüte herum. Bei einem exakt geführten
Scherenschnitt (ohne nachzuschneiden) entsteht neben dem 
eigentlichen (positiven) Scherenschnitt auch ein Negativ-Bild, 
das sich dann auch als Schablone für andere kreative 
Techniken ("Tupf-Technik", Stickmuster u.s.w.) diente.
  Eine besondere Verfeinerung dieser Kunst ist der 
kolorierte Scherenschnitt
der aus weißem oder buntem Papier geschnitten wird, der 
dann anschließend koloriert wird. (speziell in China).


ss-cz-14
Affe mit Pfirsich und
Glückssymbolen
Der chinesische Scherenschnitt :
Eine sehr volkstümliche Kunst !

In China ist der Scherenschnitt schon seit uralter Zeit eine sehr 
volkstümliche Kunst. Zum chinesischen Neujahrsfest ) dem 
"Fest des beginnenden Frühlings") wurden gerne schöne 
Scherenschnitte mit glücksbringenden Symbolen verschenkt 
und die Frauen flochten kleine, bunte Scherenschnitte in ihr 
Haar. Hier sehen wir einen Affen, der über und über mit 
Glückssymbolen verziert ist. (Glück, Wohlstand, langes Leben).
Dieser Affe ißt den Pfirsich vom Baum der Unsterblichkeit u
nd wird dadurch unsterblich.

Der Scherenschnitt in Europa
Die Silhouette
 In Europa ist der Schattenriß als "Silhouette" seit ca.1730
bekannt, als Étienne de Silhouette, der Finanzminister des
Königs Ludwig XV drastische Sparmaßnahmen einführte 
indem er Farben einzusparte. Die Silhouette reduziert die 
Darstellung auf einen schattenhaften Umriß, der jedoch die
wesentlichen Merkmale einer Person zum Ausdruck bringt.
Solche Silhouetten wurden oft zur Erinnerung an geliebte
Personen angefertigt: 
"Was bleibt, das ist nur noch ein Schatten" ,
das war ein gern gebrauchtes Wortspiel, das man oft
mit Personen und ihrem Schattenbild verband.

Goethes Mutter
Die perforierte Silhouette
In Deutschland wurde die Herstellung von Silhouetten
 vermutlich zunächst im Hofe von Darmstadt  praktiziert,
doch andere Fürstenhäuse und das Bürgertum folgten 
bald dieser höfischen Kunst. Links sehen wir eine
weitere Verfeinerung der Silhouette, die sich von dem
ursprünglichen Minimalismus abhebt, in dem er Kragen,
Schmuckstücke oder den Haarschmuck  etwas deutlicher
hervorhob, was zeigt, daß man in dieser Zeit diese sehr
sparsame Technik etwas reichhaltiger zeigen  wollte.

"Negativ-Schnitt"
Phillip Otto Runge (1777,Wolgast - 1810, Hamburg) 
Neben Caspar David Friedrich ist P.O.Runge der wohl
bekannteste Maler der deutschen Romantik. Doch die
wenigsten kennen ihn als Autor, der u.a, das alte
niederdeutsche Märchen "De Fischer un sin Fuu"
( "Der Fischer und seine Frau" ) niederschrieb.
Aber als Meister des Scherenschnittes ist er wohl noch
weiger bekannt. Hier sehen wir einen negativ
geschnittenen Scherenschnitt, bei dem sich das Motiv
aus dem weißenhintergrund ergibt und die schrfinnige
Naturbeobachtung von Runge deutlich zum Ausdruck bringt.
Karl Heinrich Waggerl
Wer kennt sie nicht die religiösen und volkstümlichen Legenden
und Geschichten, die K.H. Waggerl (geb. 1897 in Badgastein)
auf eine besonders lustige und skurile Art erzählt, wie z.B.
seine Weihnachsgeschichten, die gespickt sind mit einem
geradezu närrischen, jedoch sehr warmherzigen Humor und
einer reichen,kindlich reinen Sinnesfreude. Mit seinen
"Kallender-Blättern" erlangte er einen geradezu volkstümlichen
Ruhm. Neben seinen Holzschnitten zeigen jedoch auch eine
Scherenschnitte eine sehr einfühlsame Naturverbundenheit.
Bild: "Die Küchenschell" ("Kuhschelle").
Johanna Beckman : Die Pionierim
Um die Jahrhundertwende und zur Zeit des Jugendstils
war Johanna Beckmann die wohl bedeutendste 
Scherenschnitt-Künstlerin im deutschsprachigen Raum.
Sie har uns eine vielzahl von sehr Phantasievollen
Märchenszenen und Blumenmotiven hinerlassen.
Ihr gelang es Blumensträße mit hauchzarten Gäsern
zu schneiden und sie gilt als die Pionierin des
Schrenschnittes in Deutschland, auch wenn in ihrer Zeit
wohlwollend als Zeitvertreib der Damen aus der 
besseren Gesellschaft  belächelt wurde.

Lotte Reininger : Der Scherenschnitt-Film
Den größten Ruhm als deutsche Scherenschnitt-Künstlerin
hat sich Lotte Reininger mit Ihren vielfältigen Illustrationen
in Märchenbüchern erworben. Doch ihre größte Bekanntheit
erlangte sie durch Ihre Scherenschnitt-Filme.
"Prinz Achmed" oder das tapfere Schneiderlein werden
bestimmt auch für zukünftigen Kindergenearationen als
wunderschöne, packende und spannende Filme in
guter Erinnerung bleiben. Diese Werke zählen zu einer
der gröten Leistungen deutscher Filmgeschichte.
Darüber hinaus hat sie eine überreichkiche Vielzahl
von herrlichen Scherenschniiten hinterlassen, die
nicht als Vorlage für Ihre Filme dienten.
Heike Kulski
Besonders phantasievolle Schrenschnitte kommen aus
der Hand von Heike Kulski aus Ludwigsfelde bei Berlin.
Ihre Blumen- und Tiermotive zeigen eine lockere Beschwingtheit
und ihre humorvollen Märchenmotive knüpfen in einer sehr 
schönen, modernen Art an die hohe Kunst an Johanna Beckmann
an, ohne diese zu imitieren oder nachzuahmen.
Christa Bachmann
Gerda Brinkmann
Veronika Felgentreu
Irmgard Gruber Kempf
Ursula Kirchne
Hartmut Klug
Luise Neupert
Ursula Meier
Elke Sieg
Loretta Simsi
Wulfhild Tank
Luise Theill
Gunhild Zimmermann
Der deutsche Scherenshnitt-Verein e.V.
(Hirschweg 1A, 82538 Geretsried)
Dieser verein bemüht sich darum, den Scherenschnitt als
das darzustellen, was er ist: Eine eigenständige, sehr
krative und hoch einzuschätzende Kunstform !
In diesem Sinne veranstaltet der Verein seit Jahren
sehr schöne, sehenswerte Ausstellungen und ist ebenso
um die Weitergabe dieses schönen Hobbys durch Workshos
und Scherenschnitt-Unterricht bemüht.
www.Kunst-kreativ.de möchte dieser Kunstform
zukünftig mehr Gewicht verleihen und ich hoffe, daß ich 
bald schon Scherenschnitte der genannten Künstlerinnen und 
Künstler hier zeigen kann, wie z.B.
Veronika Felgentreu (geb. 1985).
die ich als eine geniale Nachwuchskünstlerin einschätze.
 Die Scherenschnitte hat mir freundlicherweise ein Sammler©
zur Verfügung gestellt.  Wer sich dafür interessiert, kann sich
direkt mit ihm in Verbindung setzen.
Hier die direkte Verbindung zu ihm: Mail schreiben: Mail

Paralellentwicklungen zum Scherenschnitt und
Interessante Abwandlungen:

"Messer-Schnitte"
Diese ganz eigene Technik hat mir eine Künstlerin zur Verfügung gestellt,
die ihre "Scherenschnitte" mit  einem scharfen Skalpell anfertigt.

 ©K.S. "Rose"©

 ©K.S."Vogel-Lied"©

 ©K.S."Schmusebär!©
Der Schattenriß
Ein Schattenriß zeigt nur eine dunkle Silhouette. Er kann mit der 
Schere aus schwarzem Papier geschnitten sein, mit schwarzer 
Tusche oder einer anderen schwarzen,  deckenden Farbe gezeichnet
sein oder auch gedruckt  sein (z.B. als Holzschnitt oder 
Siegel-Druck), welche dann auch als Vorlagen für die 
Schablonen-Technik dienen können. Auch einen (positiven) 
Scherenschnitt, der aus schwarzem  Papier  angefertigt ist, 
könnte man demzufolge auch als "Schattenriß" bezeichnen. 
Doch zu einer eindeutigen Unterscheidung sollte man den 
mit der Schere geschnittenen "Schattenriss" auch eindeutig 
"Scherenschnitt" nennen.
 
Scherenschnitt-/Stroh-Collagen
Hier werden kleine Bildelemente oder Details
aus gefärbtem Stoh ausgeschnitten und dann
zu kleinen Bildern zusammengefügt. Auf einer
Unterlage aus Karton entstehen dann wie hier
Lesezeichen oder kleine Wandbilder.
Die Scherenschnitt-Collagen
In China, dem Ursprungsland des Scherenschnittes 
gibt es sehr viele praktische Anwendungen des 
Scherenschnittes in handwerklich schöner Arbeit. 
Eine sehr ansprechende und dekorative Form ist die 
Scherenschnitt-Collage oder Scherenschnitt-Applikation. 
Hier wurde z.B. ein kleiner Scherenschnitt als Collage 
auf das hauchdünne Blatt eines Baumes aufgebracht
und kann so als Lesezeichen oder Fensterbild 
verwendet werden.
Negativ-
Muster

 

Positiv-
Muster

 

Die "Schablonen-Technik"
Hier sehen wir, wie aus einem Schattenriß durch einfaches
"Ausschneiden" ("Scherenschnitt": siehe oben) eine 
"negative" Schablone entsteht. Tupft man nun mit einem 
"trockenen" Pinsel oder mit einem eingefärbten Stoffballen
etwas Farbe (z.B. Rot) auf die Schablone, so erhält man nach 
dem Abheben der Schablone einen Schriftzug in roter Farbe.
Dieses "Druck-Technik" läßt sich beliebig oft wiederholen 
und immer wieder ergibt sich das gleiche Motiv.
Der Punkt vom "i" und die inneren (ovalen) Teile von "e","o"
u.s.w. müssen dabei gesondert auf dem Papier fixiert  werden 
oder mit einem dünnen Steg mit dem schwarzen Papier
verbunden bleiben. Die "positive" Schablone liefert nach dem "Abtupfen"
mit Farbe eine weiße Schrift  auf einem farbigen  Grund. 
Solche Schablonen wurden schon recht früh für die Herstellung von 
Stoffmustern oder für andere Techniken verwendet wenn es um 
gebräuchliche Muster ging.
 

Home

Suche
?
Fragen

Berlin

AKT

Buddha

China

Drachen

Gedichte

Japan

Malen

Vorlagen
.