Der Holzschnitt in Europa, China, Tibet, Japan : historische Kunst, Albrecht Dürer

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"Holzschnitt"  ("Xylografie") "woodcut-print"

europäische, chinesische und japanische Holzschnitte

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Die Wiege des Holzschnittes : China

als Zweig verschlungenes Schriftzeichen u. Pfirsischbüten Glückssymbol,(langes Leben)
Der Holzschnitt wurde vermutlich vor ca. 1500 Jahren in China entwickelt. Er war eine eiterentwicklung (oder Paralellentwicklung) zur Steinabreibung. Während bei der Steinabreibung ein seitenrichtiges Abbild des Steines hergestellt wurde, mußte im Holzschnitt zunächst ein seitenverkehrtes Bild in die Druckplatte geschnitten werden. Der Holzschnitt hatte den großen Vorteil, daß das Druckverfahren wesentlich schneller ging, obgleich man den Druckstock nur zeitlich begrenzt einsetzen konnte, denn das Holz verformte sich nach mehrfachem Gebrauch zusehends und butzte sich ab..Wie alt der Holzschnitt wirklich ist, das läßt sich nicht mehr eindeutig nachvollziehen 
Der erste eindeutig datierte Abdruck eines Schnittes stammt aus dem Jahre 868 .
 Er zeigt den historischebn Buddha im Kreise seiner Anhänger. Doch bereits in der vorbuddhistischen Zeit Chinas wurden Holzschnitte angefertigt. Doch durch den Buddhismus war es zu einer recht hohen Entwicklung dieser Kunst gekommen. Seit im Jahre 645 Hüan Twang (Hüan Xuan; Hsuang Chuang) umfangreiche buddhistische Schriften und Darstellungen nach China gebracht wurden, galt es diese zu vervielfältigen und an die unzähligen Klöster und Tempel zu verteilen. Jener datierte Holzschnitt fällt in eine Zeit, in welcher der Buddhismus in China einen gewaltigen Einbruch verzeichnen mußte. Durch einen Erlaß des Kaisers wurden ca. 45.000 buddhistische Tempel und Klöster niedergerissen, in welchen insgesamt ca. 260.000 Mönche niedergelassen waren. (Hierdurch wird deutlich welche große Nachfrage nach Darstellungen und Texten bestanden haben muß). Doch durch diese Zerstörungswelle kam diese religiöse Art des Holzschnittes nicht zum Erliegen, sondern er wurde in Tibet und Nepal weitergepflegt und dort zu einer hohen Kunst weiterentwickelt.
Auch hatte man in China den Holzschnitte längst für viele weltlich e Dinge verwendet, so daß sich auch hieraus eine weitere Verfeinerung und Verbreitung ergab. 
Der tibetische Holzschnitt.
Padmasambhava 
(der aus dem Lotos geborene)
Feinheit der Linienführung
Die traditionellen tibetischen Holzschnitte unterscheiden sich von anderen dadurch, daß sie besonders sorgfältig vorbereitet und ausgearbeitet wurden. Zunächst war es schwierig, das hierfür erforderliche Holz zu beschaffen (gleiches galt auch für das Papier).
Im tibetischen Hochland gibt es keine Bäume, die von der Größe her geeignet wären, um als Ausgangsmaterial für den Holzschnitt dienen zu konnten. Die ikonografische Gestaltung mußte den alten Vorlagen und religiösen Vorschriften und Harmonielehren exakt entsprechen.Nur so erklärt sich diese wunderschöne, einmalige optische Wirkung und Gesamtharmonie.
 So wie die Vorlagen auf das feinste vorbereitet und abgestimmt wurden, wurde auch bei der Herstellung der Holz-Druckstöcke größte Sorgfalt an den Tag gelegt, denn das Ausgangsmaterial war sehr wertvol und die Anfertigung war ein religiöses Ritual, das von einem Lama geheiligt und geweiht wurde. Die Ausarbeitung erfolgt e sehr gründlich. Alle Flächen, die weiß bleiben sollten, wurden tief ausgearbeitet, so daß innerhalb der Flächen keinerlei Reststücke mehr stehenblieben. (Bei vielen europäischen Holzschnitten sieht man oft innerhalb der weißen Flächen noch Schnittreste). Die weitere Ausarbeitung erfolgte derart, daß nur noch sehr hauchdünne Holzstege stehenbleiben. (Sehr empfindliches Weichholz !)
Diese feinen Stege ergaben dann beim Druck eine äußerst dünne Linienführung. Diese Feinheit der Linienführung wird stets beibehalten, wodurch eine Abzeichnung entsteht, die eher einer sehr feinen Federzeichnung entspricht.
In dieser Hinsicht sind die tibetischen Holzschnitte durchaus als "außergewöhnlich" und "einmalig" zu bezeichnen.
Als im Jahre 1959 chinesische Truppen Tibet besetzten wurde die gesamte religiöse Kultur dieses kleinen Landes zerstört und viele Holzschnitt-Künstler flohen nach Nepal und Nordindien. Die tradutionelle Art des tibetischen Holzschnittes, kommt jedoch seit Jahrzehnten immer mehr zum Erliegen. Durch die Ausbilung der hauchdünnen Druckstege konnten jeweils nur sehr wenige Drucke angefertigt werden und es gibt kaum noch Nachwuchs, der diese mühevolle und aufwendige und wenig lukrative Arbeit machen möchte.
Der Autor konnte vor vielen Jahren noch eine recht umfangreiche Sammlung von tibetischen Holzschnitten und Replikaten erwerben, wodurch sich erst die wesentliche Voraussetzung für die Beschäftigung mit dieser Kunstform ergab. 
Der japanische Farb- Holzschnitt.
Der japanische Farbholzschnitt
Eine weitere Verfeinerung erfuhr der Holzschnitt in Japan. Aus China hatten sich japanische Künstler farbige Holzschnitte mitgebracht und entwickelten somit diese Kunst zu einer ganz einmaligen Technik weiter.
In der Zeit zwischen 1650 und etwa 1880 kam es zu einer ausgesprochenen Blütezeit des Farbholzschnittes, welche viele bedeutende Holzschnitt-Künstler hervorbrachte. (z.B. Andâô Hiroshige, , Kitagawa Utamarô und Katsushika Hokusai). In der Werkstatt von Hokusai entstanden nach einer ungefähren Schätzung ca. 15.000 Motive.
 Ich bedaure es  sehr, daß ich hier keine weiteren Farbholzschnitte zeigen kann. 
Diese Werke sind oft so fein und farbenreich ausgebildet, daß sie als Web-Bilder einfach zuviel Speicherplatz benötigen und damit beim Laden  "langsam" werden. Leider ist der Speicherplatz sehr begrenzt und es gibt eine Riesenauswahl von Motiven. )
Detail: Die Apokalypse (Johannes-Offenbarung)

von Albrecht Dürer
Der europäische Holzschnitt.
Der europäische Holzschnitt ist etwa seit dem späten 14.Jahrhundert bekannt, jedoch war er zunächst vergleichsweise sehr grobschlächtig und von sehr einfacher, ausschließlich religiös motivierter Stilistik. Erst als sich Künstler wie Albrecht Dürer (Apokalypse, Passion, Marienbilder, Mandalas) und andere im 15. Jahrhundert um eine Verfeinerung dieser Technik bemühten und nun auch weltliche Themen bearbeiteten, fand der Holzschnitt bei uns eine gebührende Anerkennung. Ach Hand Burkmair, Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach d.Ä.; Hans Holbein d.J. verschaschaften dem deutschen Holzschnitt Weltgeltung.Im 19.u.20. Jahrhundert verhalfen Künstler wie Edward Munch, Emil Nolde, Erich Heckel, E.L. Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff und in jüngerer Zeit H-A.P. Grieshaberund Ernst Mühlenhaupt dem Holzschnitt zu neuen Ehren.Heute wird der Holzschnitt kaum noch gepflegt, da er recht aufwendig und mühsamin der Anfertigung ist.

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